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«Bei Mittlerem Ring fällt in diesem Jahr die Entscheidung» 
 
 
 


© Leipziger Volkszeitung vom Montag, 26. Januar 2004

Bei Mittlerem Ring fällt in diesem Jahr die Entscheidung


Für den geplanten Mittleren Ring zwischen Riesaer Straße und Prager Straße sind weiterhin zwei Varianten im Rennen. Erst zum Jahresende soll eine Entscheidung fallen, ob der Mittlere Ring durch Mölkau und Stötteritz verläuft oder entlang des Güterrings am Stünzer Park.

Derzeit würden beide Varianten auf ihre Umweltverträglichkeit, Kosten und Belastung für die Anwohner untersucht, sagt Edeltraut Höfer, die Leiterin des Amtes für Verkehrsplanung. Die Ergebnisse der Studien sollen jedoch nicht veröffentlicht werden, bis die Verwaltung sich auf eine der beiden Varianten geeinigt hat.

Anfang 2002 war bekannt geworden, dass die Stadtverwaltung eine zweite Variante in die Planung für den Mittleren Ring Ost aufgenommen hatte. Diese führt von der Theodor-Heuss-Straße über die Geithainer Straße und dann entlang des Güterrings über die Güntzstraße bis zur Prager Straße. Die erste Variante verläuft über die Paunsdorfer Straße und die Sommerfelder Straße. Ab der Kreuzung mit der Holzhäuser Straße seien mehrere Wege durch das Stötteritzer Wohngebiet bis zur Anbindung an die Prager Straße möglich, hält sich die Amtsleiterin zum weiteren Verlauf bedeckt.

Kurz nachdem die zweite Variante am Güterring entlang öffentlich geworden war, entbrannte ein hefti-ger Streit zwischen zwei Anwohner-Initiativen. "Die Anliegen stehen sich konträr gegenüber", sagt die Stadtplanerin auch heute noch. "Da hängen viele Interessen dran, denen wir gerecht werden müssen. Des-halb wollen wir alles sorgfältig ab-wägen, bevor wir einen Vorschlag machen."

Die Umweltverträglichkeitsstudie sollte ursprünglich im Vorjahr abgeschlossen sein. Die Amtsleiterin begründet die Verzögerung damit, dass der Mittlere Ring auf diesem Abschnitt in der Prioritätenliste der Stadt nicht obenauf stehe. "Frühestens 2007, also erst nach der Fußball-WM, wird gebaut," betont Höfer.

Dagegen erwartet die gemeinsame Mölkauer und Stötteritzer Bürgerinitiative (BI) Mittlerer Ring Ost/ Südost weiterhin gespannt die Ergebnisse der Studie. "Sobald wir die Resultate kennen, wollen wir eine öffentliche Veranstaltung organisieren", kündigt Klaus Hille von der BI an. "Interessierte Bürger, Träger öffentlicher Belange und Fachleute der Automobilclubs sollen die Gelegenheit haben, in einen Dialog zu treten." Auch mit der Stiftung "Völkerschlachtdenkmal" sei die BI in regelmäßigem Kontakt. "Schließlich betrifft die Trassenführung des Mittleren Rings das Umfeld des Völkerschlachtdenkmals erheblich", so Hille.

Stephanie von Aretin



 
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