Mölkauer Gemeindeblatt Dezember 2005


Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer,

in wenigen Tagen geht schon wieder ein Jahr zu Ende. Nach der Wahl ist vor der Wahl - dieser Ausspruch trifft für die Leipziger in diesem Jahr besonders zu. Kaum haben wir einen Oberbürgermeister gewählt, zieht's ihn nach Berlin, und wir müssen wieder an die Urne. Die Kandidatensuche der Parteien hat bereits begonnen.

Einige Mölkauer baten mich noch, ein paar Erläuterungen zum Widerspruch zum Grundsteuerbescheid zu geben. Der Grundsteuerbetrag setzt sich aus dem Hebesatz und einem Messbetrag x laut Finanzamt zusammen. Dieser Messbetrag besteht aus dem Einheitswert und einer Steuermesszahl. Die Steuermesszahl beträgt in Gemeinden unter 25000 Einwohnern 8, über 25000 Einwohnern 7. Demzufolge hätte nach der Gemeindegebietsreform eine niedrigere Steuermesszahl angewendet werden müssen. Dies geschah nicht. Leider kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine messbaren Ergebnisse präsentieren. Aber ich bleibe dran.

In unserer letzten Ortschaftsratssitzung haben wir uns unter anderem mit dem Haushalt 2006 beschäftigt. Leider lässt die finanzielle Situation der Stadt Leipzig keine großen Erwartungen zu und es gibt hierüber nichts zu berichten.

Ein weiteres Thema war die Zukunft unseres Heimat- und Kulturvereins. Dieser steht Anfang kommenden Jahres vor Neuwahlen zum Vereinsvorstand. Das Interesse an einer Mitarbeit im Verein ist ungebrochen. Interessierte Mölkauer sind immer herzlich willkommen. Vielleicht möchten Sie im Vorstand mitarbeiten? Auch Sie sind willkommen. Nehmen Sie bitte Verbindung mit mir auf. In unserer nächsten Ortschaftsratssitzung, welche am 13.12.2005 stattfindet, werden wir uns mit folgenden Themen beschäftigen:

Sie sind herzlich eingeladen. Die Sitzung findet wie immer 19.00 Uhr im Ratssaal des ehemaligen Gemeindeamtes statt.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Adventszeit, ein friedliches Weihnachtsfest im Kreis Ihrer Familien und Freunde sowie einen tollen Jahreswechsel.

Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Gedenken an die Opfer der Kriege und der Gewalt

Auf dem Mölkauer Bergfriedhof wurden auch im Jahr 2005 umfassende Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten vorgenommen. Gerade in Vorbereitung des Volkstrauer-tages war es wichtig, ein Zeichen zu setzen. So wurden das Grab der Zwangs-arbeiter mit Hilfe des Friedhofsamtes der Stadt Leipzig neu gestaltet und der Grabstein vor weiterer Verwitterung geschützt sowie die Schrift von Bernd Baumbach neu ausgelegt. Das Grab von Hannchen Siegert wurde in einen würdigen Zustand versetzt, dazu gehörte auch die Befestigung des lockeren Grabsteines. Weitere Arbeiten wurden Dank des aktiven Vorgehens von Wolfgang Miersch, Reinhardt Kabitzsch und zwei Arbeitskräften der ibis acam AG zum Abschluss gebracht, so dass nun der Zaun mit der sich anschließenden Mauer an der Südwestgrenze des Friedhofs in neuer Pracht glänzen. Die Grabstelle der Familie Knauer an der nordöstlichen Grenze wurde neu gestaltet und der Baumbestand des Friedhofs wurde in Abstimmung mit dem Amt für Bauordnung und Denkmalpflege der Stadt Leipzig ergänzt. Noch in diesem Jahr soll eine Tafel darauf hinweisen, dass der Friedhof auf eigene Gefahr, für Kinder unter 12 Jahren nur in Begleitung Erwachsener betreten werden darf und dass keine Winterwartung erfolgen kann.

Wolfgang Miersch als Hauptakteur der Arbeiten auf dem Bergfriedhof verglich die Entwicklung auf dem Friedhof mit dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche.

Hier seine Worte vom November 2005: Das Wunder von Dresden ist die Wiederauferstehung der Frauenkirche am 30. Oktober 2005 Dank nationaler und internationaler Hilfe.

Das Wunder von Mölkau ist für ihn persönlich die Wiederauferstehung des denkmalgeschützten historischen Bergfriedhofes - ebenfalls Dank zahlreicher Spenden aus der Bevölkerung, von Angehörigen der Verstorbenen, von Mölkauer Unternehmen und durch die Unterstützung von der Familie Rebentrost.

So wie die Dresdner Frauenkirche ein Symbol für Frieden und Völkerverständigung geworden ist, soll ein neu gepflanzter Ginkgobaum auf dem Mölkauer Bergfriedhof Symbol für Liebe, Hoffnung und Frieden sein, nicht nur für Mölkau!

Bei allen fleißigen Mitwirkenden bedanken wir uns ganz herzlich und wünschen Kraft für die kommenden Aufgaben des Jahres 2006.

Robert Korff, Heimat- und Kulturverein Mölkau

Der Ginkgobaum Das Grab von Hannchen Siegert Weitere Gräber wurden ebenso gepflegt


Die Freiwillige Feuerwehr Mölkau Informiert

Werte Mölkauerinnen und Mölkauer, nun ist wieder fast ein Jahr vergangen und es ist an der Zeit Ihnen ein paar Informationen über unsere Arbeit in diesem Jahr zu geben.

Die freiwillige Feuerwehr Mölkau hatte im Jahr 2005 mit einer Unmenge von Einsätzen zu kämpfen. Bis zum 21.11.2005 wurden wir zu 274 Einsätzen gerufen, das sind im Durchschnitt 6 Einsätze in der Woche bei denen die Kameraden die oftmals schwerwiegenden Fehler Ihrer Mitmenschen wieder ausbügeln. Der einsatzreichste Monat war dabei der Juli, wo wir 42-mal alarmiert wurden. Seit dem Bestehen unserer Wehr im Jahr 1901 ist dies das einsatzreichste Jahr.

Sie liebe Mölkauerinnen und Mölkauer, können jedoch dieses hohe Einsatzaufkommen nur selten mitbekommen. Da bei der Menge an Einsätzen nur noch im seltensten Falle mit Sirene alarmiert wird. Aus diesem Grund trägt jeder Kamerad einen Pager (Funkmeldeempfänger) bei sich, welche durch die Leitstelle ausgelöst werden.

Nach der Eingemeindung Mölkaus zu Leipzig im Jahr 1999 haben wir neben unserem eigentlichen Einsatzgebiet Mölkau noch die Stadtteile Sellerhausen-Stünz, Paunsdorf, Stötteritz und Anger-Crottendorf als Ausrückgebiet dazu bekommen.

Dies ist eine sehr große Anforderung an alle Kameraden. Anbei möchten wir uns hiermit bei den Familien und Arbeitgebern für ihr Verständnis und ihre Toleranz bedanken. Denn sicher wurde der Familienvater nicht nur aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen, sondern durchquerte ein Alarm auch so manche Familienfeier bzw. häusliche Tätigkeit.

Besonders häufig wurden wir in diesem Jahr zu Brandeinsätzen gerufen.

So waren wir zum Beispiel zweimal beim Dachstuhlbrand in der Prager Straße/Stephanstrasse und bei Galvano Chemie in der Torgauer Straße im eingesetzt. Ebenfalls wurden wir zum Dachstuhlbrand eines rekonstruierten Hauses in der Kurt-Eisner-Straße gerufen. Im Ortsgebiet Mölkau, in welchem wir bis zum 21. November 32-mal zum Einsatz kamen, brannten im April drei Gartenlauben völlig aus. Zu gleich 5 ausgebrannten Gartenlauben wurden wir Mitte Oktober in die Zweinaundorfer Straße gerufen. Zu einem Wohnungsbrand mit Rettung mehrerer Personen wurden wir ebenfalls im Oktober in die Stötteritzer Kolmstraße alarmiert.

Auch hatten wir mit den Folgen von zwei Unwettern über Leipzig zu kämpfen, welche uns jeweils ein komplettes Wochenende in Atem hielten. Natürlich hatten wir auch diverse andere technische Hilfeleistungen abzuarbeiten wie zum Beispiel Unfälle, Ölspuren usw.

Wir hoffen, dass die allgemeine Meinung über eine Freiwillige Feuerwehr "Die treffen sich ja nur zum Bier trinken" mit dieser kleinen Zusammenfassung außer Frage gestellt wird.

Trotz dieser hohen Einsatzzahlen kämpfen wir noch immer um den Neubau unseres Feuerwehrgerätehauses, welcher sich zum jetzigen Informationsstand 2006/2007 erfüllen soll.

Um weiterhin diese verantwortungsvolle und sehr zeitintensive Aufgabe gut erfüllen zu können, brauchen wir immer wieder interessierte Mitmenschen die bereit sind, in einer Feuerwehr mitzuarbeiten. Wir treffen uns jeden Dienstag im Gerätehaus Engelsdorfer Straße 106, 04316 Leipzig-Mölkau in der Zeit von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr.

Eine frohe Weihnachtszeit, ein gesundes neues Jahr und keinen Besuch der Feuerwehr wünscht Ihnen Ihre FF Mölkau.

Auch zu den Feiertagen sind wir wie die restlichen Tage im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit.

I. Schieferdecker, T. Schneider

Einsatz bei einem Verkehrsunfall Brand an den Einkaufswagen bei Kondi


Eine Gartenbahn fährt in Kleinpösna

In der Kleinpösnaer Dorfstraße 26 gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr hat sich auf einem gut ausgebauten Scheunenboden eine Interessengemeinschaft "Gartenbahn" etabliert. Die Modellbahnfreunde aus Baalsdorf, Kleinpösna und Mölkau haben auf einer Fläche von 2 x 140 qm 190 m Gleise aufgebaut und haben Gebäude, Straßen und die Landschaft gestaltet. Mehrere Züge werden von einer Zentrale aus gleichzeitig gesteuert. Mit viel Liebe und Leidenschaft wurde die Anlage anlässlich der 710-Jahrfeier von Kleinpösna in Szene gesetzt. Zusammen mit der Ausstellung über die Geschichte von Kleinpösna bildet dieses Arrangement einen interessanten Spiegel zu vergangenen Zeiten in Kleinpösna. Natürlich kann man die Gartenbahnanlage, die von einigen Freunden betreut wird, noch bis zum Eintritt der "frostigen Zeit" besichtigen. Die Modellbahner treffen sich immer montags ab 16 Uhr, man kann sich aber auch bei Torsten Müller telefonisch über 0172 3791990 anmelden, das ist die sicherere Variante. Den Kleinpönaern gratulieren wir nachträglich zum Ortsjubiläum und wünschen für die Zukunft viele gute Ideen zur Dokumentation ihrer Geschichte.

Robert Korff, Heimat- und Kulturverein Mölkau

Die Gartenbahn in Kleinpösna Liebe zum Detail


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