Mölkauer Gemeindeblatt Juli 2005


Kinderfest im "Zwergenland" in Mölkau

Am 3. Juni war es wieder so weit! Alle kleinen und großen Zwerge feierten bei herrlichem Wetter das alljährliche Kinderfest. Dank vieler fleißigen und backfreudigen Eltern kamen dieses Jahr für unser Kuchenbüfett an die 40 leckere Kuchen zusammen. Unsere Kinder hatten nach ihrem Mittagsschlaf, vor der eigentlichen Eröffnung des Festes, Gelegenheit, das reichhaltige Kuchenbüfett zu erobern. Die Auswahl fiel natürlich nicht leicht und manch einer musste ein zweites Mal an die Tafel. 15.00 Uhr erfolgte gemeinsam mit den Eltern und Gästen der Startschuss auf die verschiedenen Stationen. Die Damen in der Schminkecke hatten wieder alle Hände voll zu tun, um allen Kindern, ihren Wünschen entsprechend gerecht zu werden. Großen Anklang fanden ebenso die Bastelstraße, die Torballwand und die Bananenkistenstapelei.

"Klaus und Glücki" begeisterten mit ihrem lustigen Liederprogramm und sorgten für gute Unterhaltung. Bei diesem tollen Wetter schwitzten nicht nur die Kinder, auch den Erwachsenen lief der Schweiß und so kam der Eismann mit seinem Auto gerade recht, um etwas Abkühlung zu verschaffen. Was wäre ein Kinderfest ohne Tombola? Die Lose waren wieder heiß begehrt, auch wenn der eine oder andere dieses Mal vielleicht kein Glück hatte und sein Wunsch nicht in Erfüllung ging. Wir hoffen, es hat trotzdem allen Kindern Spaß und Freude bereitet.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den Sponsoren sowie allen fleißigen, engagierten Helfern für die tolle Unterstützung auf das Herzlichste bedanken.

Das Team der DRK Kindertagesstätte "Zwergenland"

Die Bastelstraße Begeisterung bei


"Vor 60 Jahren - Leipzig nach dem Krieg"

Fotografien von Renate und Roger Rössing

Die erfolgreiche Sonderausstellung im Kamera- und Fotomuseum in Mölkau anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 60 Jahren wird bis zum 31. Juli 2005 verlängert!

Noch saßen die Schrecken des verheerenden Zweiten Weltkrieges tief, als Renate und Roger Rössing mit der Kamera vor 60 Jahren durch das zerstörte Leipzig zogen. Die Mehrzahl der Männer war im Krieg gefallen oder befand sich in Gefangenschaft, in Lazaretten oder Lagern. Nur Alte und Kranke standen den vielen Frauen zur Seite bei der Enttrümmerung der Stadt. Doch allmählich wich die Hoffnungslosigkeit jener Jahre neuem Lebensmut. Die Bäckerei Becker am Johannisplatz errichtete einen Freisitz, bald gab es wieder eine Rassehundeausstellung oder eine Hutmodenschau, Heinz Rühmann gastierte im Leipziger Schauspielhaus und Renate und Roger Rössing, die damals an der Leipziger Kunstakademie Fotografie studierten, waren mittendrin.

Niemand in Leipzig hat den Neuanfang so beeindruckend dokumentiert wie das damals schon unzertrennliche Fotografenpaar. Am intensivsten sind ihre Menschenbildnisse. In den Gesichtern findet sich der für diese Zeit typische Ausdruck von Misstrauen, Ungewissheit und zaghafter Hoffnung. Bei älteren Besuchern wird die Ausstellung viele Erinnerungen an ihre Jugendzeit wachrufen und ihre Enkel werden staunen, wie sehr sich Leipzig in einem halben Jahrhundert verändert hat.

Als zusätzliche Attraktion zeigt die Ausstellung noch ein Original der Bekanntmachungen der Alliierten Militärregierung von Leipzig, die am 19. April 1945 ausgegeben worden sind.

Weil die Ausstellung besonders beim Leipziger Publikum so starken Anklang findet, hat das Fotomuseum beschlossen, die Schau noch bis zum 31. Juli 2005 zu verlängern, bevor es im August wegen notwendiger Renovierungsarbeiten für einen Monat seine Pforten schließt.

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 - 17 Uhr geöffnet.

Kamera- und Fotomuseum

Enttrümmerung bei der Markthalle am ehemaligen Königsplatz


Buchlesung in Mölkau

Herr Werner Heiduczek, Schriftsteller aus Leipzig - Baalsdorf, las vor einiger Zeit im gefüllten Ratssaal des ehem. Mölkauer Gemeindeamtes aus seinem Buch "Der singende Fisch" zu Gunsten der Mölkauer Bibliothek. Es war für alle Zuhörer eine amüsante Stunde, seine Lesung war gewürzt mit Episoden und eigenen Erlebnissen. Aufmerksam verfolgten auch der amerikanische Generalkonsul Fletcher M. Burton und der Schriftsteller Erich Loest seine Ausführungen. Durch die engen Verbindungen zum Generalkonsulat hatte die Bibliothek Mölkau bereits eine großzügige Spende erhalten, am Abend der Lesung übergab der Generalkonsul noch eine Bücherspende. Die Mitarbeiterinnen der Mölkauer Bibliothek hatten um Frau Eva Jung zu dem Ereignis eine Ausstellung ausgewählter Bücher vorbereitet und aufgebaut. Dem Autor Werner Heiduczek, dem Generalkonsul Mr. Burton und den Teilnehmern der Lesung wurde für die Spenden, die übergeben wurden, herzlich gedankt. An diesem Abend wurden 160,- Euro zur Unterstützung der Mölkauer Bibliothek gesammelt. Die Lindenbuchhandlung Leipzig organisierte einen Bücherverkauf, so konnten Bücherwünsche der Zuhörer befriedigt werden.

Dem Generalkonsul wurde für seine neue Tätigkeit in einer anderen Vertretung der Vereinigten Staaten von Amerika alles erdenklich Gute gewünscht.

Heimat- und Kulturverein Mölkau

Angeregtes Gespräch mit dem Generalkonsul Die Organisatoren der Lesung Werner Heiduczek liest Dank an Werner Heiduczek


Diebe waren am Werk!

In der Zeit vom 11. - 13. Juni 2005 wurde die erst im Juni 2004 ausgetauschte Hinweistafel "Dorfplatz Mölkau" einschließlich Halterung gestohlen. Was muss nur in den Köpfen solcher Menschen vorgehen, die Hinweise auf die Ortsgeschichte beseitigen und vielleicht gewinnbringend auf einem Flohmarkt an den Mann bringen. Denkt man nicht daran, in wie vielen Stunden unbezahlter Arbeit ein kleines Kunstwerk entstand und zur Verschönerung unseres Ortes beigetragen hat?

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täter führen, stellen wir eine Belohnung in Aussicht.

Robert Korff, Heimat- und Kulturverein Mölkau

Das leere Standrohr - heute (kleines Bild - Archivfoto)


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