Mölkauer Gemeindeblatt Dezember 2003


Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer,

es ist schon eine gute Tradition geworden, dass in der Weihnachtszeit die Tanne vor dem Gemeindeamt erleuchtet ist. Eine Zeit der Vorfreude auf Neues und des Rückblicks ist für uns alle die Adventszeit. Viele Dinge sieht man mit anderen Augen und freut sich auf die schönen Stunden im Kreise seiner Familie und seinen Freunden.

Wie erwartet hat der Ortschaftsrat in seiner Novembersitzung einstimmig für den gemeinsamen Antrag der Ortschaftsräte Mölkau und Holzhausen zum Bau eines kombinierten Fuß- und Radweges östlich der Karl-Friedrich-Straße votiert. Damit wird ein Antrag auf den Weg gebracht, der von vielen Bürgern unserer Ortsteile gefordert wird. Gleichzeitig wird geprüft werden, die Geschwindigkeit zwischen den beiden Ortsteilen auf 50 km/h festzulegen und am Ortseingang Mölkau mit Beginn der Wohnbebauung eine 30 km/h-Zone einzurichten.

Weiterhin hat sich der Ortschaftsrat einhellig für den Bau- und Finanzierungsbeschluss "Sofort-Programm Olympia" 2003 ausgesprochen, dessen Bestandteil Mölkau betreffend die Instandsetzung der Paunsdorfer Straße zwischen Geithainer Straße und Engelsdorfer Straße ist. Die Notwendigkeit der Instandsetzung dieser Straße ist allen bekannt, da diese durch Dauerbelastung stark geschädigt ist. Entgegen geäußerter Befürchtungen wird die Straße nicht ausgebaut, sondern erhält in ihrer jetzigen Größe entsprechende leistungsfähige Grund-, Deck- und Verschleißschichten.

Am 02.12.03 hat der Ortschaftsrat sich mit dem Konzept zur Zukunft der Bibliotheken beschäftigt. In einer Sondersitzung wurde kontrovers diskutiert, das Konzept der Stadtverwaltung mehrheitlich abgelehnt und Vorschläge zum Erhalt unserer Bibliothek gemacht. Einzelheiten können Sie in einem gesonderten Beitrag lesen.

An dieser Stelle möchte ich Sie nochmals darauf aufmerksam machen, dass im nächsten Jahr auch wieder eine Ortschaftsratswahl bevorsteht. Wenn Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Ortschaftsrat haben, bitte ich Sie, sich mit den ortsansässigen Gruppen der Parteien und Vereine in Verbindung zu setzen. Die für eine Kandidatur notwendigen Voraussetzungen können Sie beim Amt für Statistik und Wahlen erfahren. Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch zur Verfügung.

Mit Freude kann ich Ihnen mitteilen, dass es im kommenden Jahr weiter unser "Gemeindeblatt" geben wird. Die Stadt Leipzig unterstützt uns auch im Jahr 2004 finanziell, um das "Gemeindeblatt" erscheinen lassen zu können. Die Erscheinungstermine für 2004 werden sich dahingehend ändern, dass das Blatt immer am Anfang des Monats erscheint (Januar am 05.01.04), und ich Ihnen somit wieder im voraus die angekündigten Tagesordnungspunkte für unsere Sitzungen mitteilen kann.

Teilen Sie mir bitte mit, über welche Themen Sie informiert werden wollen und vor allem nehmen Sie teil an der Gestaltung unseres Gemeindeblatts, teilen Sie uns Ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit.

Unsere erste Sitzung im Jahr 2004 findet am 13. Januar, 19.00 Uhr wie immer öffentlich statt.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest, einen freudigen Jahreswechsel und einen guten Start in das Jahr 2004.

P.S.: Am 29.12.2003 wird auf Grund des Jahreswechsels keine Sprechstunde stattfinden.

Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Wünsche zum Jahreswechsel

Der Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Mölkau e.V. wünscht allen seinen Mitgliedern, den Mölkauer Vereinen, Institutionen und Einrichtungen, den Geschäftspartnern, den Sponsoren und Spendern sowie allen, die uns bei der Durchführung des Mölkauer Heimatfestes 2003 unterstützten und sich bereits für das nächste Fest mit Beiträgen gemeldet haben, ein frohes Weihnachtsfest, alles Gute für das neue Jahr 2004, Gesundheit, geschäftliche Erfolge und persönliches Wohlergehen.

Robert Korff, Vorsitzender


Verdreckt Mölkau?

Eigentlich soll unser Wohnumfeld ordentlich sein, wir wollen uns wohlfühlen! Da gibt es aber Menschen, die diese Maxime auch für sich in Anspruch nehmen, sich aber nicht danach richten! So wird an den Glascontainern in der Engelsdorfer Straße, nahe des Bergfriedhofes immer wieder Sperrmüll, Restmüll und ähnlicher Unrat abgeladen, obwohl das am 3. Sonnabend eines Monats im Bauhof Mölkau, Mölkauer Dorfplatz 3a oder dienstags, donnerstags und sonnabends auf dem Sperrmüllplatz am Gymnasium Engelsdorf erfolgen kann. Auf jeden Fall ist das Gedankenlosigkeit und Frechheit zugleich, denn die Mitarbeiter des Bauhofes müssen den Müll an den Glascontainern, wie kürzlich geschehen, beräumen! Man sollte auch mal an die Menschen denken, die diesen Unrat beseitigen müssen und das kostet noch Geld - natürlich unser aller Geld!! Das unberechtigte Ablagern von Material im öffentlichen Bereich ist nicht gestattet und stellt eine Verfehlung dar, die auch geahndet wird!

Ein weiteres Problem ist unser Bächlein, die Rietzschke. Die Mölkauer waren ja froh, dass die neue Zeit auch Ordnung in die Abwasserentsorgung gebracht hat. Die meisten Menschen sind glücklich, dass sie mit dem Anschluss an das Abwassersystem nun nicht mehr die Umwelt verschmutzen. Trotzdem wurden wir informiert und mussten feststellen, dass auf dem Grabeland zwischen Engeldorfer Str. 118 und 132 ungeklärte Abwässer in die Rietzschke eingeleitet werden. Das ist unzulässig und wird in jedem Fall zur Anzeige gebracht! Wir können uns mit dem Verhalten einzelner Mölkauer Bürger nicht einverstanden erklären.

Ortschaftsrat Mölkau


Soll wirklich Schluss sein? - Was wird aus unserer Bibliothek?

Der Ortschaftsrat hat sich mehrheitlich gegen eine Schließung der Stadtteilbibliotheken ausgesprochen - im besonderen die Mölkauer Bibliothek betreffend. Eine Begründung wurde schnell in statistischen Erhebungen wie geringen Besucherzahlen, schwachen Ausleihmengen und zu knappen Öffnungszeiten gefunden. Gleichzeitig wurde auch mehrere Jahre nach der Eingemeindung die Kategorie der B-Gemeinde wieder beim Namen genannt. Denn ohne Eingemeindungsvertrag muss nicht viel gefragt werden.

Statt einfach schließen zu wollen hätte man vorher nach Lösungen suchen müssen, um einen Erhalt zu ermöglichen, auch in Verbindung mit Sparmaßnahmen. Vor allem Bürger, welche nicht oder wenig mobil sind, sollten die Möglichkeit einer Bibliothek in ihrer Nähe haben.

Im Ortschaftsrat wurde daher die Idee einer ehrenamtlichen Weiterführung erörtert. Und sofort haben sich mehrere Mölkauerinnen bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Die Idee fand auch die Zustimmung der Leiterin der Bibliothek Am Leuschnerplatz, Frau Birgit Spazier, welche zur Sitzung am 02.12.2003 zu Gast war. Eigentlich war sie gekommen, um die Vorlage der Stadtverwaltung zur Schließung der Bibliotheken zu erläutern.

Die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Weiterbetreibung reicht natürlich nicht aus. Von Seiten der Bibliotheken und des Fördervereins der Bibliotheken ist uns Unterstützung zugesagt worden. Ein Verein, welcher die Verantwortung übernimmt, wurde auch bereits gefunden. Da die Räumlichkeiten sich in der Schule befinden, müssen noch Klarheit über die Weiternutzung der Räume und über die Abdeckung der Nebenkosten gefunden werden.

Herr Dr. Jonas, Stadtrat und Ortschaftsratsmitglied, hat sofort und sehr engagiert Verbindung mit den Beigeordneten für Schule und Kultur aufgenommen, um eine schnelle Lösung herbeizuführen. Wir hoffen, dass unser Konzept die zuständigen Ämter überzeugen wird, um eine nahtlose Weiterbetreibung zu ermöglichen.

Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Die Geschichte vom "Tulpenzwiebelfest"

Seit einigen Wochen ereignen sich seltsame Dinge in Mölkau: Menschen aus den unterschiedlichsten Vereinen und Firmen, Privatpersonen vom Jugendlichen bis zum Senior strömen in regelmäßigen Abständen zu abendlicher Stunde in Richtung Ecki┤s Welt, der Sportlerkneipe am Mölkauer Sportplatz. Einige Zeit später werden sie zum Teil in Begleitung von bunt geschmückten Blumentöpfen gesichtet, aus denen Tulpenzwiebeln ragenů

Die Verwirrung ist groß und so wollen wir hiermit einige Geheimnisse lüften: Wir - das sind zwei Neu-Mölkauerinnen und ein junger Erwachsener, der hier aufgewachsen ist - haben festgestellt, dass uns in Mölkau etwas fehlt. Nichtsdestotrotz leben wir gern hier und wollen auch nicht weg. Der logische Schluss ist, dass wir einen Beitrag leisten wollen, Mölkau attraktiver zu gestalten. Aber: Das können wir nicht allein!

Wir sprachen Menschen an, die in Mölkau leben, arbeiten, zur Schule gehen, arbeitslos sind oder ihren Ruhestand verleben, um gemeinsam "Etwas" in Bewegung zu setzen. Dieses "Etwas" kann alles sein vom Straßentheater bis zur Tulpenzwiebel, Hauptsche es ist anders, neu und mitreißend! Und so kam es zu dem Arbeitstitel "Tulpenzwiebelfest".

Das was entsteht, muss sich abheben von dem, was es u.a. in Leipzig gibt, um sich nicht nur den Mölkauerinnen und Mölkauern als ein attraktives Angebot zu präsentieren, sondern auch um den Leipzigerinnen und Leipzigern ihren Ortsteil am östlichen Stadtrand näher zu bringen. So etwas macht Mölkau letztlich auch für Sponsoren interessant.

Während der ersten beiden Treffen konnten schon zahlreiche Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewonnen werden, die mit viel Motivation und Tatkraft Ideen ersponnen haben und zurzeit an deren Konkretisierung arbeiten. Wir möchten hiermit all diejenigen einladen, sich an der Gestaltung unseres "Tulpenzwiebelfestes" zu beteiligen, die eine verrückte, provozierende, witzige eben andere Idee haben! Das nächste Treffen findet am Dienstag, 06. Januar 2004 um 20.00 Uhr in Ecki┤s Welt statt. Weitere Informationen und die Protokolle der ersten Zusammenkünfte sind erhältlich im Jugendclub, Engelsdorfer Str. 90 oder unter Tel. 6586990 oder per E-Mail: jc-moelkau@web.de

Dr. Anke Kästner, Anja Hadler und Ronny Harnisch stellen als MitarbeiterInnen des Jugendclub Mölkau e.V. bisher die Schaltstelle für die Vorbereitung des "Tulpenzwiebelfestes". Dies beinhaltet z.B. die Vor- und Nachbereitung der Treffen sowie die Moderation derselben. Wir tun dies im Rahmen einer Ausbildung zu "SoziotainerInnen", die wir innerhalb eines halben Jahres in Berlin erhalten. Auch dazu geben wir gern Auskunft.

Wir freuen uns auf ein buntes Treiben und die "Tulpenblüte"!

Anja Hadler


Fotomuseum Mölkau sucht Mitarbeiter und bereitet Jubiläumsausstellung vor

Im Rahmen der "Aktion 55" sucht das Kamera- und Fotomuseum in Mölkau Mitarbeiter. Voraussetzung ist, dass Sie zwischen 55 und 60 Jahre alt und arbeitslos oder Rentner sind. Für stundenweise Arbeit erhalten Sie eine monatliche Aufwandsentschädigung von 77 Euro.

Interessenten für die "Aktion 55" können sich unter der Rufnummer (0341) 6515711 melden.

Ab 3. Januar 2004 präsentiert das Museum seine 50. Sonderausstellung und hält für die Jubiläumsausstellung einen besonderen Höhepunkt bereit! Im Rahmen der Reihe "Große Lichtbildner des 20. Jahrhunderts" werden Fotografien des legendären Fotoklassikers August Sander (1876 - 1964) gezeigt.

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 - 17 Uhr geöffnet.

Fotomuseum Mölkau


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