Mölkauer Gemeindeblatt September 2003


Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer,

trotz parlamentarischer Sommerpause gab es in den letzten Wochen eine Menge Dinge vorzubereiten und zu klären.

Die Veranstaltung mit der Deutschen Bahn Projekt Bau GmbH am 25.08.03 war ein interessanter Abend. Der Projektleiterin, Frau Schaaf, ist es gemeinsam mit ihren Kollegen gelungen, das Projekt der Strecke Leipzig-Chemnitz, den interessierten und betroffenen Bürgern näher zu bringen. Besonders der technische Ablauf des Brückenneubaus über die Engelsdorfer Straße und die notwendige lange Sperrung dieser Straße ließen den Umfang der notwendigen Arbeiten deutlich werden. Über Einzelheiten informiert Sie ein anderer Artikel in dieser Ausgabe. Wir als Ortschaftsrat haben uns mit der DB Netz AG in Verbindung gesetzt, um eine notwendige Sicherung des ehemaligen Bahnübergangs "Engelsdorfer Weg" zu erwirken und daran zu erinnern, dass der Graben am Schwarzen Weg gereinigt werden muss.

Der Ortschaftsrat unterstützt das in Vorbereitung stehende Projekt der Gestaltung eines Ortsteilplanes in Form eines Faltblattes. Benachbarte Ortsteile wie z. B. Engelsdorf haben schon einen solchen. Dieser ist ein geeignetes Werbeobjekt und hilft Besuchern und Gästen bzw. Geschäftspartnern, schneller das gesuchte Ziel zu finden. Interessierte Firmen können sich gerne im Vorfeld nähere Informationen bei mir einholen.

Auf dem Verbindungsweg zwischen Sparkassenparkplatz und der Engelsdorfer Straße (gegenüber der Feuerwehr) lädt nun auch wieder die schon lange vermisste Parkbank zum Verweilen ein; auch an den dazugehörigen Papierkorb wurde gedacht. Der Bauhof hat es möglich gemacht! Beides ist zur Benutzung sehr zu empfehlen.

In unserer September-Sitzung war die Vorstellung des Projektes zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr der wichtigste Tagesordnungspunkt. Der Amtsleiter des Brandschutzamtes, Herr Karl-Heinz Schneider, präsentierte die Pläne am Modell des geplanten Neubaus. Projektiert wurde es durch den Architekten, Herrn Schmitz-Gielsdorf, welcher auch das gezeigte Modell persönlich gebaut hat. Leider konnte er an unserer Sitzung nicht teilnehmen. Die Zeichnungen und Pläne zeigen ein Gerätehaus, welches sich auf der relativ kleinen zur Verfügung stehenden Fläche gut in die vorhandene Bebauung einfügt. Dem Architekten ist es gelungen, ein Projekt zu entwickeln, welches den vorhandenen räumlichen Zwängen und der Notwendigkeit eines modernen funktionierenden Gerätehauses und den damit verbundenen technischen und räumlichen Anforderungen gerecht wird. Die anwesenden Kameradinnen und Kameraden verfolgten interessiert die Ausführungen des Amtsleiters. Da aber die Realisierung jedes Projektes vom Geld abhängig ist und auf Grund der Haushaltskonsolidierung der Stadt Leipzig der Beginn des Baus auf 2004 verschoben werden musste, aber für 2004 noch kein bestätigter Haushalt vorliegt, war die Präsentation für uns alle unbefriedigend, und die Glaubwürdigkeit der Integration unseres Ortsteils in die Stadt Leipzig wird in Frage gestellt. Der Ortschaftsrat wird weiter mit Nachdruck gemeinsam mit den Stadträten die Realisierung einfordern. Es ist nicht nachvollziehbar, dass dieses wichtige Projekt seit 1997 noch immer kein erkennbares Ergebnis zeigt. An dieser Stelle möchte ich auch an die politisch Verantwortlichen unserer Stadt appellieren, ihre abgegebenen Versprechen einzuhalten!

Unsere nächste Ortschaftsrats-Sitzung wird am 14.10.2003 stattfinden. Wie bereits angekündigt, wird der Amtsleiter des Ordnungsamtes, Herr Dr. Beital, Ihre Fragen zu Ordnung und Sicherheit in unserem Ortsteil beantworten. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle für Ihre Schreiben und telefonischen Anregungen in Vorbereitung dieser Veranstaltung. Ich freue mich auf Ihr Kommen und eine interessante Diskussion.

Auch wenn der Herbst nach dem sehr trockenen Sommer sehr schnell über uns kam, wünsche ich Ihnen eine gute Zeit - denn auch der Herbst hat seine Reize.

Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Mit 160 km/h durch Mölkau!

Ende August informierte die Leiterin des Bauvorhabens der DB Projekt Bau GmbH, Frau Antje Schaaf im Ratssaal des ehemaligen Mölkauer Gemeindeamtes mit weiteren Planern und Projektanten interessierte Mölkauerinnen und Mölkauer über die Baumaßnahmen der Strecke Leipzig - Chemnitz im Bereich Mölkau. Von August 2003 bis etwa Mai 2004 werden die Voraussetzungen für den Einsatz von Neigezugtechnik auf dieser Strecke geschaffen. Dazu gehören der Bau einer neuen Brücke über die Engelsdorfer Straße, die Schaffung eines neuen Bahnsteiges und, der bereits fast fertiggestellt ist und weiterer Haltepunkteinrichtungen, die Änderung von Signalanlagen und der Ausbau des Bahnüberganges Zweinaundorfer Straße.

Eine wichtige Aussage war die erforderliche Grundwasserabsenkung im Bereich des neuen Brückenbauwerkes für das Einbringen der Fundamente. Obwohl das in der vegetationsarmen Zeit erfolgt, müssen weiträumig Bewässerungen der betroffenen Gebiete vorgenommen werden, um tiefwurzelnde Bäume zu erhalten. Die Teilnehmer der Beratung bekamen auf ihre Fragen entsprechende Antworten, so auch zum Problem des ehemaligen Bahnüberganges am Engelsdorfer Weg, der vor etwa 15 Jahren liquidiert wurde. An dieser Stelle wird das Gleis immer noch unberechtigterweise überquert, was bei den leisen Hochgeschwindigkeitszügen eine echte Gefahr bedeutet. Da das Projekt wie vorgegeben realisiert wird, ist es eine notwendige Aufgabe für den Ortschaftsrat, dieses Problem der DB Netz AG vorzutragen. Die Projektanten zerstreuten die Bedenken der Anrainer der Strecke (Osthöhe und Gustav-Scheibe-Straße), dass sie bei der Durchfahrt der Züge durch Lärm und Fahrtwind beeinträchtigt werden.

Allerdings müssen sich die Mölkauer und deren Transitreisende aus dem Muldentalkreis auf eine längere Vollsperrung der Engelsdorfer Straße - hier wird das Brückenbauwerk an der alten Brücke diagonal über die Straße gestellt, vorbereitet und dann auf die fertigen Fundamente gesetzt - und auf eine halbseitige Sperrung der Zweinaundorfer Straße im Bereich des Bahnüberganges einrichten. Natürlich soll alles in der vorgegebenen Zeit ablaufen.

Die Verantwortlichen sind offen für die Nöte und Befindlichkeiten der Betroffenen. Sollten Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte an mich, Telefon 6516506 (mit Anrufbeantworter) oder zur Sprechstunde im ehemaligen Gemeindeamt, montags 16.30 bis 19 Uhr.

Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Multikulti im Mölkauer Jugendclub

Am Freitag, den 5.9.03 war es wieder sehr international im Jugendclub Mölkau. Wie im letzten Sommer waren auch in diesem Jahr Teilnehmer/innen aus Asien, Afrika und Lateinamerika während eines achtwöchigen Austauschprogramms des Service Civil International ( SCI ) zu Gast in Leipzig. Eine Woche verbrachten Leute aus Thailand, Indien, Namibia, Südafrika, Ghana, Nicaragua und Guatemala auf dem Campingplatz am Auensee und erlebten ein Stückchen deutsches Leben, Geschichte und Kultur. Am Freitag haben wir sie wie im letzten Sommer auch zu einem Besuch bei uns im Jugendclub eingeladen. Ihre erste Frage war:

"Können wir unsere e-mails hier lesen und beantworten?" Das war natürlich kein Problem in unserem Jugendinfopoint.

Anschließend fand auf dem Sportgelände der Mittelschule Mölkau ein gemeinsames Fußballspiel statt. Ein faires Spiel wurde zwischen der internationalen Gruppe und den Kindern und Jugendlichen aus Mölkau ausgetragen, wobei der Jugendclub Mölkau ganz knapp 2:4 verlor.

In der Zwischenzeit bereiteten die übrigen Kinder und Jugendlichen im Jugendclub das gemeinsame Abendessen vor. Nach dem aufregenden Fußballspiel ging es also direkt zum Essen an einer großen Mulitkulti-Tafel. Die Kinder und Jugendlichen versuchten unmittelbar mit den exotisch anmutenden Menschen in Kontakt zu treten und gaben alles, was der englische Wortschatz hergab. Die am meisten gestellten Fragen waren:

"Wie heißt Du?" und "Woher kommst Du?".

Letztes Jahr waren unsere Kinder und Jugendlichen noch etwas ängstlich, doch dieses Mal war das Interesse deutlich größer und die Stimmung sehr quirlig und aufgeschlossen. Einige hatten wirklich das Gefühl Gastgeber zu sein und genossen die Rolle zusehends. Es sollte jedoch nicht verschwiegen werden, dass am Rande dennoch fremdenfeindliche Äußerungen fielen. Selbst wenn dies von einer Minderheit ausgeht, ist es ein deutliches Zeichen, dass wir mit unseren Aktionen auf dem richtigen Weg sind, um Vorurteile abzubauen und für mehr Verständigung zwischen Deutschen und Nichtdeutschen zu werben.

Am Sonntag ist die internationale Gruppe weitergefahren nach Zeithain bei Riesa. Dort arbeiten sie freiwillig für die nächsten zwei Wochen im Rahmen eines internationalen Workcamps, das vom SCI organisiert wird. Wenn sie im Anschluss an ihren Deutschlandbesuch in ihren Organisationen von ihren Erlebnissen berichten, wird sicher auch die Gastfreundschaft, die sie in Mölkau erfahren haben, ein Thema sein.

Fazit: Es war mal wieder sehr schön, solchen Besuch bei uns zu haben und wir freuen uns schon wieder auf nächstes Jahr!

Mehr Infos über die Teilnahme an und die Leitung von internatonalen Workcamps des SCI über die Lokalgruppe Leipzig (Tel. 6514880), www.sci-d.de und natürlich im Jugendclub Mölkau (Tel. 6586990).

Ronny Harnisch


14. September - Tag des offenen Denkmals

Der Heimat- und Kulturverein Mölkau stellte an diesem Tag drei Mölkauer Denkmale vor. Sie wurden im Programmheft des 13. Mölkauer Heimatfestes beschrieben. Es wurden jeweils zwei Führungen durchgeführt und dabei Wissenswertes über die Gebäude und den Bergfriedhof berichtet.

Zur Vorbereitung dieses Ereignisses wurden Anfang September in zwei Arbeits-einsätzen auf dem Bergfriedhof die Voraussetzungen geschaffen, um dieses historische Gelände den Besuchern in einem vertretbaren Zustand zu präsentieren.

Große Hilfe bekam der Heimat- und Kulturverein Mölkau vom Verein Brückenschlag, mit der Vorsitzenden kamen gleich acht Mitglieder zum Friedhof und halfen bei gärtnerischen Arbeiten. Im letzten halben Jahr hatte die Natur viel Wildwuchs sprießen lassen. Der wurde beseitigt und auf einem Kompostplatz zur Abholung abgelegt. Rasenflächen und Wege wurden von Mölkauer Bürgern gemäht, der Rasenabschnitt wurde ebenso zwischengelagert. Von der Treppe zum Friedhofsaufgang wurde das Unkraut beseitigt, so dass die Gäste einen schönen und fotogenen Anblick hatten. Umgestürzte Grabsteine erhielten eine neue Position und aus den Bäumen wurde Todholz entfernt. Die Flächen um den Apelstein und um das Grabmal der Fremd- und Zivilarbeiter erhielten durch eine umfassende Säuberung ein schöneres Aussehen.

Natürlich bedanken wir uns bei allen fleißigen Helfern ganz herzlich, aber auch bei den Spendensammlern und bei den Spendern, die in einem halben Jahr weit mehr als 1.500.- auf das Spendenkonto eingezahlt haben. Die Spenden werden, wie vorgesehen, für die Erhaltung des historischen Bergfriedhofes verwendet, eine Abstimmung dazu erfolgt mit der Kirchgemeinde Mölkau.

Bei all diesen Aktivitäten ist zu wünschen, dass der Friedhof ständig ein Aussehen hat, dass es wieder Freude macht, beim Besuch Ruhe und Besinnung zu finden.

Robert Korff, Heimat- und Kulturverein Mölkau


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