Unser Heimatfest war dank der guten Vorbereitung und Ausführung unermüdlicher Helfer und teilnehmenden Gewerke und Sonne pur ein voller Erfolg! Dieses Mal floss nicht der Regen, sondern Bier und Brause in vollen Strömen.
Danke nochmals hier an dieser Stelle ganz besonders den Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehr, Herrn Robert Korff und den Mitgliedern des Heimat- und Kulturvereins sowie den Gestaltern des bunten Programms! Ein besonderer Zuschauermagnet war der Auftritt der Kindergartengruppe des Kindergartens "Zwergenland" mit ihren lustigen Liedern.
Den Mitarbeitern des Bauhofs Engelsdorf - Mölkau ist die gute Vor- und Nachbereitung des Festplatzes zu verdanken sowie die leider notwendige Reinigung des Dorfteiches.
Nicht zuletzt ist es auch der Präsenz der Polizei zu verdanken, dass an beiden Abenden unser Fest einen ruhigen Ausklang finden konnte.
Das Ergebnis unserer Spendenaktion zugunsten des flutwassergeschädigten Dorfes Schnaditz erbrachte stattliche 1 000 Euro. Dafür möchte ich mich bei allen kleinen und großen Spendern recht herzlich bedanken. Am Donnerstag, dem 12.09.2002 konnte dieser Betrag bereits an den Ortsvorsteher von Schnaditz, Herrn Reinhold Spadt übergeben werden. Ich werde Sie in der nächsten Ausgabe des Ortsblattes über die genaue Verwendung informieren.
In Bezug auf Straßenreparaturen hat sich in den letzten Wochen in Mölkau einiges getan. In der Schulstraße wurden Reparaturen durchgeführt und in der Straße Am Gutspark haben die Vorbereitungen für die Sanierung begonnen. In unserer letzten Ortschaftsratssitzung haben wir uns mit dem Bebauungsplan Nr. E-215 "Zweinaundorfer Straße", 1. Änderung beschäftigt. Ziel der Planänderung ist eine Zurücknahme der Bebauungsdichte, die Herausarbeitung klarerer Strukturen in Form von Quartieren und Erweiterung des grünen Bereichs zur Erhöhung der Wohnqualität. Der Ortschaftsrat hat der Vorlage mit folgender Änderung zugestimmt: Die Bebauung an der Zweinaundorfer Straße ist aufzulockern, so dass keine großen Einheiten von Reihenhäusern entstehen.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Neufassung der Winterdienstsatzung. Auch hier hat der Ortschaftsrat mit folgender Änderung zugestimmt:
Die in der Anlage aufgeführten Straßen sollen durch folgende ergänzt werden:
1. Handwerkerhof, 2. die gesamte Albrechtshainer Straße und 3. die Straße Am Bahndamm.
In unserer nächste Ortschaftsratssitzung, welche am 15.10.2002 zur gewohnten Zeit - und wie immer öffentlich - stattfindet, werden unter anderem der Leiter des Stadtordnungsdienstes Ost und der Leiter des Bauhofes Engelsdorf - Mölkau zu Gast sein. Hier erwarten wir eine besonders rege Diskussion - geht es hier um das Erscheinungsbild unseres Ortsteils - wo gelten Anliegerpflichten und wo kommunale?!
In der Zeit vom 15.09. bis 07.10.02 bin ich auf Urlaubsreisen. Selbstverständlich findet die Sprechstunde wie gewohnt statt. Während dieser Zeit wird sie durch Herrn Hille und Herrn Korff gehalten.
Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher
Vom 6. - 8. September war auf der Festwiese an der Gottschalkstraße buntes Treiben angesagt. Der Heimat- und Kulturverein Mölkau hatte gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau zum großen Volksfest eingeladen. Auf Grund der aktuellen Situation baten die Organisatoren die Festgäste, aber auch die Vereine und Unternehmen für die Flutopfer in Sachsen, speziell für die stark betroffen Ortschaft Schnaditz bei Bad Düben zu spenden. Dieser Aufruf verhallte nicht ergebnislos, es wurden 1000 € gesammelt, die am 12. September 2002 dem Ortsvorsteher von Schnaditz übergeben wurden. Den Spendern danken wir ganz herzlich.
Doch nun zum Ablauf unseres Festes. Neben den bekannten Schaustellern, Händlern und Imbissversorgern konnten wir erstmals eine Kletterwand vom Verein City Kids e.V. einsetzen, die von den Kindern immer umlagert war. Auch die Springburg hatte regen Zuspruch und der Jugendclub Mölkau, erstmals zum Heimatfest präsent, kam mit seinem Animationsprogramm sehr gut an.
Am Freitagabend spielte das Topas Duo zur Unterhaltung im Festzelt. Bei einer tollen Stimmung konnten die Musiker kaum eine Pause einlegen.
Für den Sonnabend war die offizielle Eröffnung vorgesehen. Pünktlich 10 Uhr begann das Blasorchester "Krusnohorka" aus Usti nad Labem mit dem Platzkonzert.
Der Ortsvorsteher Volker Woitynek gab bei schönstem Sonnenschein das Starkommando für das Fest. Unsere Mölkauer Vereine präsentierten sich mit Informationsständen und nahmen aktiv am Programm teil. So lud der Angel- und Fischerverein zum Turnierangeln ein. Der Kindergarten "Zwergenland" erfreute mit einem kurzweiligen Programm, das mit viel Zeitaufwand einstudiert und mit viel Freude dargeboten wurde. Die Cheerleaders mit Ingrid Vogel brachten Stimmung auf die Bühne, sie waren das richtige Vorprogramm für die Vorführung des Schulhorts Mölkau. Die Erzieherinnen hatten sich auch hier sehr viel Mühe beim Einstudieren gegeben.
Das Kinderballett des CCM zeigte Tänze aus seinem Programm, auch das Jugendballett überzeugte. Etwas folkloristisch wurde es bei Julia Pe & Co., deren Beitrag mit Beifall belohnt wurde. Die Ortsgruppe Mölkau des DRK zeigte, wie Unfallopfer sachgerecht in die stabile Seitenlage gebracht werden und die jüngsten Brandschutzhelfer, die Kinder der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau demonstrierten die Brandbekämpfung mit dem Strahlrohr. Es will schon etwas heißen, wenn man als Kind vor den Augen der Eltern, Großeltern, Freunden und allen anderen Gästen eine solche Übung vorführen darf oder muss.
Das Gut Mölkau war an beiden Tagen für das Ponyreiten verantwortlich, es wurde auch von den Gästen gern angenommen.
Der Tanzabend im Festzelt war zunächst in Frage gestellt, da die Kapelle "The Music Men" nicht auftreten konnte. Doch Herr Wolff mit Partnerin brachten mit ihrem Auftritt eine Stimmung ins Festzelt, die alle Gäste überzeugte. Der Carnevalclub Mölkau sorgte mit Tänzen des Damenballetts, mit dem Auftritt von "Paula" alias Matthias Kuhn und Andreas Stefanek als "Sachse in Amerika" für Freude und Entspannung.
Genau 20 Uhr begann der Laternenumzug in Begleitung der Freiwilligen Feuerwehr, der Blaskapelle Krusnohorka, der Einsatzkräfte des Polizeireviers Nordost und des DRK. Für die vielen kleinen Teilnehmer wird der Umzug eine bleibende Erinnerung sein. Wegen der Waldbrandgefahr musste leider das Lagerfeuer ausfallen.
Am Sonntag wurde im Restaurant Gut Mölkau gereizt, das Skatturnier lief bis 14 Uhr auf Hochtouren. Nach dem Gottesdienst wurde der letzte Tag des Heimatfestes eröffnet. Wie am Vortag spielte die Kapelle Krušnohorka wieder bei schönstem Sonnenschein zum Platzkonzert auf.
Die Freiwillige Feuerwehr zauberte an beiden Tagen eine schmackhafte Erbsensuppe mit Bockwurst, auch die übrige Versorgungsstrecke funktionierte einwandfrei, es gab weder riesige Warteschlangen noch Beschwerden. Den Kameradinnen und Kameraden gilt an dieser Stelle ein Sonderlob und der Dank. Der Verein Brückenschlag hatte seinen Stand zur Information über das Leben der Asylbewerber und zum Angebot landestypischer Speisen genutzt. Die Kaffeetafel für Senioren wurde von der Bäckerei Fratzscher und vom Gasthof Zweinaundorf gesponsert. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich. Das Glücksrad betreuten Mitarbeiterinnen der Sparkasse Leipzig, Geschäftsstelle Mölkau, die Einnahmen wurden für die Flutopfer gespendet. Als Glanznummer kann der Auftritt der Happy-Junior-Band gewertet werden. Fast zwei Stunden wurden Melodien gespielt und Lieder gesungen, die zu den Schönsten der letzten Jahre zählen. Das Festzelt war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Rufe nach Zugabe wurden von den Akkordeonkünstlern mit Freude erfüllt.
Den Abschluss des Programms bildeten die Vorführung des Hundesportvereins Mölkau, in dessen Rahmen auch neue Übungen gezeigt wurden, die von den Gästen interessiert verfolgt wurden und die zweite Vorführung der Jugendfeuerwehr, die einen Löschangriff mit Schaumbildner zeigte, auch sie bekamen großen Beifall.
Der 8. September 2002 war bundesweit als Tag des offenen Denkmals ausgeschrieben. Der Heimat- und Kulturverein Mölkau hatte sich mit folgenden Mölkauer Denkmalen beteiligt:
Ehemaliges Gemeindeamt, Gut Mölkau, Ruine Gasthof Mölkau, Hirschgruppe, Kirche Mölkau
Das Interesse war sehr groß, konnten doch im Gasthof Mölkau in zwei Führungen etwa 200 Gäste gezählt werden, bei den anderen vier Denkmalen informierten sich 210 Besucher. Alle Teilnehmer waren sich einig, die Öffnung von Denkmalen ist eine wichtige Öffentlichkeitsarbeit.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Teilnehmern, Organisatoren, Schaustellern, Händlern und bei den Einsatzkräften des Polizeireviers Nordost bedanken. Ihrer Präsenz und ihres schnellen Eingreifens ist es zu verdanken, dass unser Heimatfest 2002 ohne wesentliche Störungen ablaufen konnte. Nur die Sachsen- und Deutschlandfahne wurden in der letzten Nacht zum Montag von den Fahnenstangen gerissen, für uns unverständlich, es ist aber geschehen.
Hoffen wir, dass wir im nächsten Jahr wieder so ein Heimatfest organisieren können, wir schätzen ein, dass unseren Mölkauer Bürgerinnen und Bürger sonst etwas fehlen würde.
| Angel und Fischerverein Mölkau Andres & Müller, Elektroanlagen Anemonen-Apotheke Anita Nebe, Haushaltwaren Atlas Baupartner Leipzig GmbH Autohaus Gaida & Fichtler autohilfe GmbH Leipzig Bäckerei Fratzscher Bestattungen Dunker Buddelkiste Behrens Carnevalclub Mölkau Cegelec Sunvic GmbH Christa Löser, Werbung Conlac GmbH Deutsches Rotes Kreuz, OG Mölkau Dr. Roland Bieber Druckerei Roland Koch Eberhard Schurig, Installateurmeister Elektro Kunze, Leipzig Elektro-Center Schmidt Leipzig Eisebith & Hillert GbR Fernsehwerkstatt Loos Fotostudio Silvia Fischer, Leipzig Freiwillige Feuerwehr Mölkau Fußbodenbau Baalsdorf GmbH Gartencenter Schmidt Gärtnerei Naumann GbR |
Gasthof Zweinaundorf Gebr. Büchner GmbH Ingenieurbüro f. Siedlungswasserwirtschaft Jens Schäffer GmbH Jugendclub Mölkau Katja Bärsch Floristik Katrin Sobotta & Heike Römer Kühltechnik Weißenborn Michael Kunze, Elektroinstalation Naturton audiodienste Leipzig GmbH Ortschaftsrat Mölkau Reichardt Gebäudereinigung Sparkasse Leipzig Stadt Leipzig - Kulturamt Steinel GmbH Thomas Prüfer, Malermeister Thomas Steinbeck Tischlerei Heinzel Tischlerei Biesen Uwe Gödicke GmbH Verein Brückenschlag Verein für Deutsche Schäferhunde Volkssolidarität, OG Mölkau Wilhelm Seeger-Kelbe, Heidelberg Windolph Bauunternehmung GmbH Zoo-Galerie Leipzig |
Nach dem großen Publikumserfolg von Nr. 1 und Nr. 2 präsentiert das Kamera- und Fotomuseum Leipzig zum 3. Mal eine Ausstellung unter dem Titel "Die Ästhetik der Lüste". Gezeigt werden verschiedene Positionen der zeitgenössischen erotischen Fotografie von über 20 Fotografen aus 8 Ländern.
Zahlreiche berühmte Fotokünstler wie Helmut Newton, Jock Sturges oder Alwin Booth werden erstmals in Mölkau vorgestellt. Aber auch alte Bekannte wie Jan Saudek und Lucien Clergue oder Günter Rössler und Claude Fauville laden zum Vergleich ihrer neuesten Werke ein.
Gemeinsamen Tenor der ausgewählten Arbeiten ist neben ihrem hohen künstlerischen Rang der Respekt der Künstler vor dem Menschen und seiner Sexualität.
Die Ausstellung versteht sich als Beitrag auf der Suche nach dem Menschenbild zu Beginn des 21. Jahrhunderts, denn insbesondere die künstlerische Darstellung des menschlichen Körpers offenbart das Verhältnis des Menschen zu sich selbst und zur Welt.
"Die Ästhetik der Lüste" ist nicht nur eine Hommage an körperliche Schönheit und Sinnlichkeit, sondern Standortbestimmung ästhetischer Maßstäbe in unserer hedonistischen Epoche.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der focus Galerie Köln und der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle.
Das große Hochwasser - Drama ließ sicher keinen von uns unberührt und viele hatten das Bedürfnis, sofort zu helfen.
Angeregt von Frau Ott von der Firma Werbung & Design, wurde in der KiTa "Zwergenland" in Mölkau eine Blitzsammelaktion gestartet. An der Hilfsaktion beteiligten sich viele Eltern und einige Mölkauer Bürger, so dass schon am nächsten Tag Frau Ott und Herr Zahradnik (ein Vati unserer Einrichtung) die ersten Transporte nach Grimma fahren konnten.
Herr Zahradnik setzte sich mit dem Betrieb für Beschäftigungsförderung Leipzig in Verbindung und dieser stellte uns schnell und unbürokratisch 45 Paar Gummistiefel, 20 Schlammschieber und 10 Straßenbesen kostenfrei zur Verfügung.
Die Menge der gespendeten Sachen war so überwältigend, dass weitere Transporte erforderlich waren. Dafür stellte uns das Autohaus Gaida & Fichtler einen Kleintransporter zur Verfügung. Auch einige Erzieherinnen und das Zahnarztehepaar Büching beteiligten sich an den Transporten und im Katastrophengebiet.
Für die spontane Hilfe möchte ich mich bei allen genannten Firmen, Eltern und Bürgern, besonders bei dem engagierten Vati unserer Einrichtung, Herrn Zahradnik bedanken.
Am 16. August 2002 konnte die Ehe von Sabine und Stefan Rohde aus Mölkau als die des letzten Paares im schönen Ratssaal des ehemaligen Gemeindeamtes geschlossen werden. Vorausgegangen war eine Verfügung der Stadt Leipzig, in Mölkau wegen des geringen Aufkommens keine Eheschließungen mehr durchzuführen. Selbst der Amtsleiter des Standesamtes, den wir als Ortschaftsrat eingeladen hatten, sah keine derartige Möglichkeit. Das war eine herbe Enttäuschung für die Eltern des Paares und für die Heiratswilligen selbst. Doch man gab sich nicht mit der Aussage nicht zufrieden. Vor allem die Mütter von Sabine und Stefan sowie der Ortsvorsteher Volker Woitynek waren mit der Entscheidung nicht einverstanden. So erfolgten Einsprüche von allen Seiten und es gab eine bürgernahe Entscheidung der Stadtverwaltung, die eine Hochzeit im Mölkauer Ratssaal ermöglichte. Dafür möchten wir uns nachträglich beim Amtsleiter Dr. Fiedler herzlich bedanken Sicher ist es manchem Paaren egal, wo die Ehe geschlossen wird, sicher ist eine Hochzeit im Neuen Rathaus auch sehr würdig. Aber wenn aus welchen Gründen auch immer ein Paar in Mölkau heiraten möchte, dann sollte es die Gelegenheit auch bekommen. Das soll eine Bitte an die Stadtverwaltung sein, die vom Standesamt hoffentlich erhört wird. Das meint der Ortschaftsrat Mölkau.
Die Hirschgruppe ist eng mit der Entwicklung des Rittergutes Zweinaundorf verbunden und fand ihren neuen Standort 1984 am Kulturhaus Mölkau, heute wieder Gasthof Zweinaundorf.
Während der Völkerschlacht zu Leipzig wird 1813 das Gut Zweinaundorf mit seinem Herrenhaus fast vollständig zerstört. Im Gutspark überstehen das Inferno nur wenige Bäume. Die alten Platanen in der Nähe des Herrenhauses und nördlich der großen Parkwiese sind die letzten Überlebenden aus dieser Zeit.
Das Gut mit seinem Park wechselte in den Jahren nach der Völkerschlacht mehrmals seinen Besitzer und wurde stark vernachlässigt.
Erst als im Jahr 1854 der Leipziger Kaufmann Friedrich Wilhelm Kelbe das Zweinaundorfer Gut erwoben hatte, erlebte es eine gründliche Umgestaltung. Der Park und die Gärten wurden instandgesetzt, neue Gärtnereigebäude errichtet und die baufälligen Stallgebäude durch massive Steinbauten ersetzt. 1869 ließ er das neue Herrenhaus im spätklassizistischen Stil erbauen. An der Stelle des alten Herrenhauses zwischen der damaligen Lindenallee und dem neuen Herrenhaus wird 1872 auf einem Hügel die Plastik "Hirschgruppe" aufgestellt. Sie war als Blickpunkt gedacht, der ganz im Sinne der damaligen Parkgestaltung, vom Herrenhaus und von der Lindenallee das Auge auf sich zog.
Die Plastik wurde von Prof. Gurek modelliert und um 1871 in den "Harzer Werken" in Mägdesprung im Sturzgussverfahren (Zinn-Blei-Guss) hergestellt. Es sollen drei Modelle gegossen worden sein, wovon 15 Originalplastiken hergestellt wurden. Die meisten sind den Kriegswirren zum Opfer gefallen. Wie uns bekannt ist, existiert eine vollständig erhaltene Gruppe in Mägdesprung bei Quedlinburg.
Die Plastik ist in italienischer Manier und stark naturalistisch hergestellt. Die künstlerische Gestaltung ist überzeugend gelungen. Die Hundeleiber, zu höchster Kraftanstrengung gestrafft, leben und verschmelzen mit dem ermatteten Opfer zu einem dramatisch und bewegtem Ganzen.
Sicher hat der Künstler seine Idee der antiken Mythologie entlehnt, wonach Diana, die Göttin der Jagd, den Jäger Akteon zur Strafe für seine Zudringlichkeit in einen Hirsch verwandelt. Seine eigenen Hunde, die von der Verwandlung nichts ahnen, hetzen ihn zu Tode.
Nicht erst seit dem äußerst schlechten Abschneiden sowohl Deutschlands als auch Sachsens bei der Pisa-Studie wissen wir, dass unsere Schülerinnen und Schüler teilweise große Probleme beim Erbringen ihrer schulischen Leistungen haben. Der Jugendclub Mölkau bietet deshalb täglich nach der Schule eine kostenlose Hausaufgabenbetreuung für Kinder und Jugendliche an.
Während seiner Semesterferien hilft auch Alexander (24) freiwillig und unentgeltlich denen, die Unterstützung bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben benötigen. Er kommt dafür sogar jeden Tag mit dem Fahrrad aus Grünau! "Auch ausländische Kinder nehmen dieses Angebot gerne an und sind froh darüber, dass sich jemand Zeit für sie nimmt." erklärt der Architekturstudent. Nach getaner Arbeit lernen sich deutsche und nichtdeutsche Besucherrinnen beim gemeinsamen Tischtennisspielen, Kochen oder Surfen im Internet besser kennen und stellen fest, dass die Interessen sehr ähnlich sind.
"Wir sind sehr froh über Alexanders Engagement.", so Sylke Hartung, Mitarbeiterin des Jugendclubs "In der heutigen Zeit ist es ja nicht selbstverständlich, sich in seiner Freizeit für andere einzusetzen." Die Leipziger Freiwilligen-Agentur hat den ehrenamtlichen Helfer mit dem Jugendclub zusammengebracht und damit zahlreichen Schülerinnen und Schülern einen kompetenten Ansprechpartner beschert. Tobias aus der 6. Klasse berichtet, dass Alexander nicht nur Mathe und Englisch erklären kann, sondern auch beim Gestalten von Deckblättern für seinen Schulhefter behilflich war.
Vielen Dank sagt der Jugendclub Mölkau!