Mölkauer Gemeindeblatt Mai 2003


Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer

Seit dem 12. April ist es entschieden - Leipzig hat den Zuschlag durch das Nationale Olympische Komitee bekommen! Damit treten wir auf internationalem Parkett als Bewerber für die Olympischen Spiele 2012 an.

Dieser Entscheid ist verbunden mit vielen Erwartungen und Hoffnungen für die gesamte Region. In wirtschaftlicher und infrastruktureller Hinsicht wird ein großer Aufschwung erwartet. Sportlich olympisch gesehen trainieren heute die künftigen Olympia-Teilnehmer in ihren Vereinen und bereiten sich vor. Auch in unserem Ortsteil wird sehr aktiv Sport getrieben. Der SV Mölkau 04 e.V. führte am 14. April 2003 eine Mitgliederversammlung durch, mit der Wahl eines neuen Vorstandes, 1. Vorsitzenden und 2. Vorsitzenden/Geschäftsführer. Als Gast dieser Veranstaltung erfuhr ich aktuelle Zahlen von Mitgliedern (551 Sportlerinnen und Sportler), die in 8 Abteilungen (Badminton, Faustball, Fußball, Gymnastik, Handball, Kegeln, Tischtennis, Volleyball) in ihrer Freizeit aktiv Sport treiben.

An dieser Stelle nochmals meinen Glückwunsch auch im Namen des Ortschaftsrates an den alten und neuen 1. Vorsitzenden, Herrn Frank Wagenbreth, den 2. Vorsitzenden/Geschäftsführer, Herrn Uwe Schmertosch, sowie den gesamten Vorstand mit seinen Abteilungsleitern und den beiden Schatzmeistern.

Unter dem Motto "Mölkau fit für die WM 2006" startet der SV Mölkau 04 in Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft eine Spendenaktion. Der Erlös dieser Spendenaktion soll der Umgestaltung des Sportplatzes dienen. Einzelheiten hierzu werde ich im nächsten "Gemeinde"-Blatt vorstellen.

Um allen Bürgern von Mölkau und vor allem Neubürgern die Angebote von ortsansässigen Vereinen näher zu bringen, bereitet der Ortschaftsrat eine Veranstaltung vor, in dem sich die Vereine den Bürgern vorstellen werden, um so mehr Interesse zu wecken und Mitglieder zu gewinnen. Auch der Ortschaftsrat wird sich so präsentieren, da in letzter Zeit immer wieder Fragen auftreten, wer für welche Partei oder für welchen Verein im Ortschaftsrat sitzt und wie Aufgaben verteilt sind.

Im November 2002 teilte ich Ihnen mit, dass auf Grund der Geschäftsordnung der Ortschaftsräte ein Teil der Tagesordnung (Vorlagen des Stadtrates betreffend) in nicht öffentlicher Sitzung durch den Ortschaftsrat behandelt werden muss. Dies wurde nun nach Prüfung durch das Regierungspräsidium Leipzig aufgehoben. Zitat: "Im Ergebnis bleibt festzustellen, dass die eingangs genannte Regelung nicht zulässig ist und für die Öffentlichkeit der Sitzungen des Ortschaftsrates die Bestimmungen des 37 der SächsGemO gelten." Demnach sind Verwaltungsvorlagen, die Belange der jeweiligen Ortschaft betreffen, in öffentlicher Sitzung zu behandeln, sofern nicht das öffentliche Wohl oder berechtigte Interessen Einzelner eine nichtöffentliche Behandlung erfordern.

Eine weitere Erleichterung - vor allem für ältere und behinderte Bürger - ergibt sich durch die kürzlich stattgefundene Bordsteinabsenkung im Kreuzungsbereich Engelsdorfer/Sommerfelder Straße (ehemaliges Gemeindeamt). Das Tiefbauamt der Stadt Leipzig hat diese Arbeiten ausführen lassen.

Unsere nächste öffentliche Ortschaftsratssitzung findet am 17. Juni 2003, 19.00 Uhr im Ratssaal des ehemaligen Gemeindeamtes statt.

Ich wünsche uns allen für die kommenden Feiertage gute Erholung - wie wär`s zu Pfingsten mal wieder mit einer kleinen Fahrradtour?

Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Osterfeuer auf dem Bergfriedhof

Mit einem Osterfeuer fanden am Gründonnerstag die Frühjahrsarbeiten auf dem Bergfriedhof zunächst ihren Abschluss. Fleißige Schülerinnen und Schüler, die bisher schon eine recht ansehnliche Summe Spendengelder sammelten, fanden sich mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Ingrid Vogel und weiteren interessierten Mölkauerinnen und Mölkauern ein und harrten der Dinge, die da kamen. Ein Stapel Holz war schon vorbereitet, und so konnte das Feuer angezündet werden. Anlässlich der Arbeitseinsätze war genügend Holz zusammengetragen worden, so dass durch ständiges Nachlegen das Feuer 2 Stunden brennen konnte.

Natürlich war auch der Osterhase zu den Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Mölkau gekommen und so manche Nascherei wurde als österliche Vorfreude gern entgegengenommen. Alle freiwilligen Helfer waren sich einig, dass sie die eingeschlagene Richtung der Verschönerung des Friedhofes durch Arbeitseinsätze weiter betreiben wollen. Für diese Aussage, für die bisherigen Leistungen und für die Spendensammlung wurde allen anwesenden Helfern der Dank ausgesprochen. Dass der historische Mölkauer Bergfriedhof in das Licht der Öffentlichkeit getreten ist, beweisen die Nachfragen zu Besuchen und Erläuterungen. Am Sonnabend, dem 26. April d.J. war eine Wandergruppe des Kultur- und Heimatvereines Baalsdorf zu Gast und hörte sich interessiert die Ausführungen über die Geschichte des fast 362 Jahre alten Friedhofes an.

Heimat- und Kulturverein Mölkau


Ostereiersuche im "Zwergenland" in Mölkau

Es ist kein Geheimnis, dass jedes Jahr im Frühling der Osterhase alle Hände voll zu tun hat, um für alle kleinen und "großen Kinder" die Osternester zu verstecken.

Auch in der Kita "Zwergenland" herrscht jedes Jahr große Aufregung bevor es an das eigentliche Suchen geht. Da gilt es Eier zu bemalen und Osterhasen und Osterkörbchen zu basteln. Dieses Jahr gab es in einigen Gruppen sogar ganz fleißige Muttis, die beim Basteln der Osterkörbchen mitgeholfen haben. Dafür ein großes Lob vom Osterhasen!

Eine schöne Tradition ist es, dass die Kindergartenkinder ihre Osterkörbchen außerhalb der Einrichtung suchen können. Dieses Jahr hat es der Wetterfrosch sehr gut mit uns gemeint, so dass wir wieder in der freien Natur auf die Pirsch gehen konnten und unsere Suche von Erfolg gekrönt war. Ein Dankeschön an die Eltern, die ihren Garten für die fröhliche Eiersuche zur Verfügung gestellt haben.

Das Erzieherteam der Kita "Zwergenland"


IKK Hautcheck - Jetzt schon an den Sommer denken!

Sonne und Licht tun gut. Doch für unsere Haut ist ein Übermaß an Sonne gefährlich. Ein Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft. Er gilt als Hauptrisiko für die Entstehung von Hautkrebs. Nur scheinbar heilt der Sonnenbrand ohne Folgen ab. Die Haut kann - insbesondere bei häufigen Sonnenbränden und bei Sonnenbränden in der Kindheit - dauerhaft geschädigt werden. Die Folgen wie vorzeitige Hautalterung und Hauterkrankungen sind jedoch oft erst Jahre bzw. Jahrzehnte später erkennbar. Neben dem richtigen Sonnenschutz ist deshalb die Früherkennung von Hautkrebs von großer Bedeutung. Die Chance dabei: Hautkrebs entwickelt sich äußerlich sichtbar und ist dadurch wie kaum eine andere Krebsart früh erkennbar. Und je früher erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Die IKK Sachsen setzt deshalb auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Ab sofort bis zum Jahresende können alle IKK - Versicherten den Haut - Check bei einem sächsischen Hautarzt kostenfrei in Anspruch nehmen. Gleiches gilt natürlich für die mitversicherten Familienangehörigen. Die Vorlage der IKK-KV-Karte genügt. Neben der gründlichen Untersuchung berät der Facharzt, wie man mit gesunder Haut durch den Sommer kommt.

"Grundsätzlich sollte jeder seine Haut kontrollieren", so Ronald Oelsner, Gesundheitsberater der IKK Sachsen. "Veränderungen werden so schnell erkannt und können gegebenenfalls vom Arzt abgeklärt werden". Insbesondere auf die Pigmentmale und Muttermale, die größer als 5 mm sind, sollte geachtet werden.

Weitere Informationen zum Thema Hautvorsorge hat die IKK Sachsen in einer Broschüre zusammengefasst. Diese ist kostenlos in den IKK-KundenCentern erhältlich oder kann am 24-Stunden-Servicetelefon unter 01801 455 000 bestellt werden. Außerdem sind Informationen zum Thema unter www.ikk-sachsen.de im Internet nachzulesen.


Mölkauer Straßennamen, heute: Kantor-Schmidt-Weg

Lage: südlich der Zweinaundorfer Straße in der Nähe der Kirche.

Vorbenennung: 1930 bis 1945 Schulstraße, bis 1992 Richard-Böhme-Straße, dann Kirchweg bis 2001.

Georg Alfred Schmidt wurde 1880 in Borna geboren, wuchs dort auf und erhielt in seiner Heimatstadt die Ausbildung zum Lehrer und Kantor. Von 1901 bis 1903 wirkte er als Hilfslehrer in Zweinaundorf und anschließend als Lehrer und Kantor in den Erzgebirgsdörfern Schwarzbach und Elterlein. 1919 kehrte er - mit seiner Frau Frieda geb. Sternkopf und den drei Töchtern - nach Zweinaundorf zurück, um hier seinen Beruf weiter auszuüben. Mit seiner Familie bewohnte er das Obergeschoss des Schulgebäudes (Kantor-Schmidt-Weg 1). Bald erhielt er den Rang des Schulleiters. Alfred Schmidt war ein vielseitig begabter Mann. Er vermochte es, eindrucksvoll zu erzählen und außergewöhnlich gute Bilder an die Wandtafel zu malen. Er lehrte Deutsch, Mathematik und alle anderen Fächer, die zum Bildungsangebot der damaligen Elementarschule zählten, also auch Religion im Sinne des biblischen, evangelisch-protestantistischen Glaubens. Er erfreute sich hoher Achtung und großer Beliebtheit. Weil er 1938 - mehr gezwungen, als aus Neigung - der NSDAP beigetreten war, wurde er 1945 aus dem Schuldienst entlassen, bleib aber bis 1960 bzw. 1962 innerhalb der Kirchgemeinde als Kantor und Katechet tätig. Er starb am 14.4.1967 in Mölkau. ?

Die Broschüre "Die Straßennamen der Ortschaften Mölkau und Zweinaundorf - Gegenwart und Geschichte" sind in den bekannten Verkaufsstellen Buddelkiste Behrens, Engelsdorfer Straße 33 und Anita Nebe, Zweinaundorfer Straße 233 erhältlich.

Heimat- und Kulturverein Mölkau


Pressedienst der Stadt Leipzig - Das Grünflächenamt informiert:

Leipzig ist eine "baumstarke Stadt"

Zum deutschlandweiten Tag des Baumes am 25. April d.J. wurde traditionell auf dem "Hain der Jahresbäume" im Volkspark Kleinzschocher der Baum des Jahres gepflanzt. In diesem Jahr ist es die Schwarzerle.

Damit ging - vegetationsbedingt - die aktuelle Baumpflanzperiode zu Ende. Allein in diesem Jahr brachten Mitarbeiter des Grünflächenamtes 1200 Straßenbäume in den Boden. 1994 wurden in der Messestadt 27 000 Straßenbäume gezählt, heute sind es bereits 40 000 Stück, die nicht nur die Straßenränder zieren, sondern auch für gute Luft sorgen. Um eine "grüne Stadt" bemüht sich in Leipzig nicht allein die Stadtverwaltung. Im Rahmen der Aktion "Für eine baumstarke Stadt" konnten durch Spenden von Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen, Schulklassen u.a. von Oktober 2002 bis April 2003 über 100 zusätzliche Bäume ihre Plätze in Parks, in Grünanlagen und an Straßen finden.

(Rückfragen und Detailinformationen bitte beim Grünflächenamt, Sebastian Fried, Telefon 1236146 / Informationen zur Schwarzerle unter www.baum-des-jahres.de)


Mitgliederversammlung des Sportvereins Mölkau 04

Am Montag, dem 14. April 2003 hielt im großen Saal des Gasthofs Zweinaundorf einer der größten Sportvereine der Stadt Leipzig (immerhin geführt unter den 15 mitgliedsstärksten Vereinen), seine Mitgliederversammlung ab. Um so enttäuschender war die geringe Teilnehmerzahl, die sich im sehr ansprechend hergerichteten Saal fast verloren. Von 371 Wahlberechtigten waren gerade mal 68 (!) Sportfreundinnen und Sportfreunde zum Gang zu einem der wichtigsten Vereinstermine erschienen.

Woran lag es? War es das Kaiserwetter oder ist es schlicht und einfach das fehlende Interesse am Vereinsleben. Dabei konnte Frank Wagenbreth in seinem Rechenschaftsbericht durchaus über zwei erfolgreiche Jahre berichten, was auch den Gästen, wie Ortsvorsteher Volker Woitynek, HKV-Chef Robert Korff, Hans-Joachim Ullrich von der Mittelschule Mölkau und Peter Schütze vom Stadtsportbund Leipzig e.V., nicht entgangen ist. So sorgen doch die Fußballer und Kegler sowie die Handballer mit ihren sportlichen Leistungen immer häufiger für positiven Gesprächsstoff. Weiterhin stellt der Kinder- und Jugendanteil des Vereins immerhin ein Drittel der Gesamtmitglieder dar, was unzweifelhaft die gute Arbeit der Trainer und Übungsleiter dokumentiert.

Im weiteren Verlauf der Versammlung konnte nur Stefan Becker mit seinem durchaus interessanten Spendenaufruf zur Konsolidierung des Sportplatzes für etwas Erheiterung sorgen. Mit den Tischtennisfreunden Harry Lieniger und Eberhard Merkel konnten zwei langjährige Vereinsmitglieder für über fünfzig Jahre geleistetes Engagement geehrt werden. Gleichfalls wurden den Fußballfreunden Stefan Becker und Ronald Findeisen für ihre umfangreiche Jugendarbeit Ehrungen zuteil.

Anträge von Mitgliedern gab es nicht und geradezu emotionslos hingenommen wurden die umfangreichen und redaktionellen Änderungen der Satzung und Geschäftsordnung im Zuge einer zukünftigen kostenärmeren Delegiertenversammlung. Im Bericht der Revisionskommission wurde erneut die sachgerechte und fehlerfreie Arbeit des Schatzmeisters Harald Rohrbach eindrucksvoll bestätigt. Ab sofort wird er nun endlich von Sportfreund Marco Zinn als sein einstimmig gewählter Nachfolger unterstützt, dieser übernimmt die Funktion offiziell ab 1.1.2004.

Die Grußworte von Peter Schütze und Robert Korff waren länger als die Diskussionsbeiträge, die Wahlen des Vorstandes und der Revisionskommission fielen "wie immer" einstimmig aus. Da nicht zu erwarten ist, dass sich spontan ein neuer Vorsitzender und Geschäftsführer zur Wahl stellt, halten erneut der einstimmig gewählte Frank Wagenbreth als 1. Vorsitzender und der ebenfalls einstimmig gewählte Uwe Schmertosch als Geschäftsführer die Zügel weiter in der Hand, natürlich in der Hoffnung, mehr Unterstützung von den Vereinsmitgliedern zu erhalten.

Das bevorstehende 100-jährige Jubiläum des Vereins sollte Anlass genug sein, im Verein nicht nur unter dem Motto "KOMMEN-SPIELEN-GEHEN" aktiv zu sein, sondern sich auch ebenso aktiv in der Vorbereitung des Festes einzubringen. Hier ist jeder mit konstruktiven Ideen und Vorschlägen herzlich willkommen.

Vielleicht werden diese Festtage im kommenden Jahr eine Werbung für den Verein, die letzte Mitgliederversammlung war es jedenfalls nicht!

Uwe Schmertosch, Geschäftsführer SV Mölkau 04


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