Mölkauer Gemeindeblatt Dezember 2004


Der Ortsvorsteher informiert:

Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer,

nach dem die frohe Kunde um die Sanierung des Zweinaundorfer Teiches herum war, wurden sofort weitere Aktivitäten und Termine vorbereitet. Am Sonnabend (13.November) wurde der Teich durch den Angel-Fischer-Verein 1990 Mölkau e.V. abgefischt. Mit großem personellem und körperlich hartem Einsatz wurden die Fische aus dem Wasser geholt und in andere Gewässer umgesetzt. Durch die starke Verschlammung und die Bewachsung im Teich war es nicht leicht, die Tiere, welche nicht immer freiwillig "mitgehen" wollten, für die Reise zu begeistern. Die Angelfreunde haben mit viel Feingefühl so manchen Fisch erst vom Schlamm befreien müssen. Begonnen hatten sie mit der Vorbereitung schon einige Tage früher, der Teich wurde mit einer großen Pumpe ausgepumpt. Natürlich wurden auch "Fundgegenstände" gesichtet. Unter anderem kam ein Fahrrad ans Tageslicht. Und von der Parkbank wussten wir, dass diese "versenkt" wurde. Vielen Dank den Angelfreunden für ihre geleistete Arbeit. Jetzt kann mit der Sanierung begonnen werden.

Im letzten Monat hatte ich Ihnen meine Fragen an den Oberbürgermeister der Stadt Leipzig zum Thema "Feuerwehrgerätehaus" mit geteilt. Folgendes erhielt ich als Antwort:

- Die im Haushalt 2004 veranschlagte Summe in Höhe von 105 000 konnte und kann auf Grund des Haushaltsicherungskonzeptes, Beschluss der 59. Ratsversammlung Nr. RBIII-1586/2004 vom 21.04.2004 nicht in Anspruch genommen werden.
- Mit der für das Jahr 2005 geplanten Summe von 105 000 ist vorgesehen, die Planung für das Projekt fortzuführen. Die Aufteilung der weiteren Jahresscheiben zur Baurealisierung ist dem Investitionsplan zum Haushaltsplanentwurf 2005 zu entnehmen. Demnach sind im mittelfristigen Finanzplan für das Jahr 2006 zunächst 541 000 und für das Jahr 2007 noch 541 800 zur Bauausführung veranschlagt.
- Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Mölkau ist Bestandteil des Brandschutzbedarfsplanes, welcher vom Brandschutzamt erarbeitet wurde. Die Umsetzung der dort beschlossenen Vorhaben ist von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt abhängig und kann vom Brandschutzamt nur in diesem Kontext weiter bearbeitet werden.
- Die Einordnung der Mittel im Haushaltsplan 2005 wurde mit höchster Priorität von Anfang an in der Planung vom Dezernat III gesetzt. Die Fortführung des Verfahrens wird vom Bürgermeister und Beigeordneten persönlich überwacht. Dabei sind jedoch auch die finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt Leipzig zwingend zu berücksichtigen.
- Die Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans erfolgt entsprechend der finanziellen Rahmenbedingungen. Der Zeitrahmen für die Realisierung von einzelnen Punkten ist von der Bereitstellung der dafür notwendigen Mittel abhängig.

In unserer letzten Ortschaftsratssitzung war unter anderem unser ehemaliges Ortschaftsratsmitglied, Frau Dr. Wagenbreth, zu Gast, die uns über die Geschicke der Bibliothek informierte, für die sie mit anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern seit Anfang Mai rege zugange ist. Sie berichtete über den Buchbestand, die Zahl der Nutzer und natürlich über die zu bewältigenden Probleme der Aufrechterhaltung unserer Bibliothek. Dank zahlreicher Spenden durch die Lesungen der Schriftsteller Erich Loest und Dieter Zimmer, einer Spende des Amerikanischen Generalkonsulats und vieler interessierter Bürger konnten 200 Bücher neu angeschafft werden.

Unsere nächste Ortschaftsratssitzung wird am 07.12.2004, 19.00 Uhr im ehemaligen Gemeindeamt Mölkau stattfinden, in der wir uns besonders mit den Möglichkeiten der Durchführung des Heimatfestes 2005 beschäftigen wollen. Sie sind wie immer herzlich eingeladen, und zu diesem Tagesordnungspunkt sind Ihre Ideen und Vorschläge ganz besonders willkommen.

Ich darf Ihnen schon heute eine schöne Advents- und Weihnachtszeit wünschen, freuen Sie sich auf ein schönes Weihnachtsfest mit Ihren Familien und Freunden.

Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Aktive Angler berichten

Wie vom Ortsvorsteher informiert wurde, haben die Sportfreunde vom Angel-Fischer-Verein Mölkau e.V. am Sonnabend, dem 13.12.04 mit dem Abfischen des Zweinaundorfer Teiches die Voraussetzungen für dessen Sanierung geschaffen. Der Vorstand bedankt sich bei dem Klempnermeister Schurig aus Mölkau und dem Elektromeister Müller aus Kleinpösna für die schnelle und unbürokratische materiell-technische Sicherstellung. Ohne diese Hilfe wäre es nicht gelungen, den Zweinaundorfer Teich in der erforderlichen kurzen Zeit auszupumpen. Durch den Verein wurden beim Abfischen ca. 300 kg. Weißfisch, ca. 50 kg Karpfen und ca. 20 kg Satzschleie geborgen und in das Vereinsgewässer Kleinpösna umgesetzt. Natürlich waren viele Angler des Vereins bei dieser Aktion mit dabei, denen für die geleistete Arbeit ganz herzlich gedankt wird.

Da der Angel-Fischer-Verein Mölkau e.V. auch in Zukunft weiterbestehen will, ist der Nachwuchs eine wichtige Voraussetzung. Zur Erweiterung der Kinder- und Jugendgruppe sucht der Verein interessierte Schüler oder Schülerinnen im Alter von 10 bis 14 Jahren. Durch zwei Jugendleiter findet die Schulung und Anleitung zum Naturschutz und praktischem Angeln statt.

Im Rahmen dieser Neuaufnahmen stundet der Verein im kommenden Jahr 2005 eine Aufnahmegebühr. Sollte nach einem Jahr der Mitgliedschaft weiteres Interesse am Angeln bestehen wird dann die Aufnahmegebühr von 25,00 Euro erhoben.

Unkosten für einen Schüler/Schülerin sind: 10,00 Euro jährlicher Mitgliedsbeitrag und 5,12 Euro für den Jugendfischereischein für ein Jahr. Dazu muss von einem Elternteil bei der Fischereibehörde ein Antrag mit Einreichung eines aktuellen Passbildes (vom Schüler) gestellt werden.

Sollte nach dem 15. Lebensjahr weiteres Interesse am Angeln bestehen, so muss der Jugendliche einen Lehrgang mit der Fischereiprüfung absolvieren (der Verein bietet dazu den entsprechenden Lehrgang an).

Anmeldungen nimmt der Verein ab sofort entgegen. Eine Aufnahme erfolgt dann in der Dezemberversammlung (am 15.Dezember 2004, 19:00 Uhr) oder in der Januarversammlung 2005 im Gasthof Baalsdorf (Termin telefonisch unter 0341 / 6513513).

Petri Heil

Hagen Henne, Vorsitzender


Der russische Mensch - ein Versuch ihn zu verstehen!

Der Kultur- und Heimatverein Baalsdorf und der Heimat- und Kulturverein Mölkau hatten gemeinsam Herrn Eberhard Behrens, ehem. Pfarrer in Mölkau und Baalsdorf, zu einem Vortrag in das Baalsdorfer Vereinshaus eingeladen. Neunzig wissbegierige Menschen nutzten die Anwesenheit von Herrn Behrens um über seine Erfahrungen während seines längeren Aufenthalts in Russland etwas zu hören. Sein Vortrag war sehr interessant und gewürzt mit Anekdoten und Erlebnissen. Bei einigen Beispielen bestätigten sich Erkenntnisse, die man während so mancher Urlausreise selbst gesammelt hat. Die Zeit verging sehr schnell, Herr Behrens kam kaum dazu Fragen zu beantworten. Man war sich einig darüber, dass so ein ähnlicher Vortrag wiederholt werden sollte. Ein ganz großes Dankschön gilt ihm für den uneigennützigen Vortrag vor Mölkauer und Baalsdorfer Bürgern.

Heimat- und Kulturverein Mölkau
Kultur- und Heimatverein Baalsdorf


Tag der offenen Tür in der Grundschule

Am 15. November 2004 organisierte die Grundschule Mölkau einen Tag der offenen Tür für die Kinder, die im Jahr 2005 eingeschult werden. Da war erst einmal Schnuppern angesagt. Wie wird die Schule aussehen, welche Lehrerinnen sind in Mölkau eingesetzt und wie sehen überhaupt die Zimmer aus? Mit viel Liebe hatten Schülerinnen und Schüler der nächst höheren Klassen, die "Alten" also, Verkaufsstände aufgebaut, es wurden Waren, wie Weihnachtsschmuck Kerzenständer und Bilder angeboten. Die Eltern wurden von der Schulleiterin Frau Voigt über alle wichtigen Einzelheiten der Anmeldung der Kinder in der Grundschule Mölkau informiert. Danach war auch Gelegenheit, die vom Heimat- und Kulturverein Mölkau seit Anfang Mai 2004 geführte Bibliothek Mölkau zu besichtigen. Die für die Bibliothek verantwortlichen Vereinsmitglieder hatten extra zu diesem Zweck diese Einrichtung geöffnet. Natürlich musste mal nachgesehen werden, was so alles im Angebot ist! Viele Kinder staunten darüber, was man in der Bibliothek ausleihen kann. Sicher werden sie ihre Eltern dahin führen, dass sie Benutzer der Bibliothek Mölkau werden dürfen. Es wäre schön, wenn die Erwachsenen ihre Kinder wieder an ein regelmäßiges Lesen gewöhnen könnten. Die kommende Schulzeit wird es zeigen, ob alle Aktivitäten, die von der Grundschule, aber auch von der Bibliothek Mölkau ausgehen, steigende Leserzahlen mit sich bringen.

Heimat- und Kulturverein Mölkau


Mölkauer Straßennamen

Heute: Hommelweg

Lage: angrenzend an die Kleine Bergstraße, Schäferhügel und Osthöhe. Ohne Vorbenennung.

Dr. Carl Ferdinand Hommel (* 6.1.1722 in Leipzig), studierte Jura, von 1750 bis 1781 Professor der Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig, 1763/64 deren Rektor, 1763 mit dem Titel Hofrat ausgezeichnet, wurde 1770 als Ehemann von Amalie Sophie geb. Schubarth, der Erbin des Zweinaundorfer Rittergutes, mit diesem belehnt (Weiteres dazu siehe Pflugk- und Schubarthstraße). Beider Bestreben ging dahin, den zum Rittergut gehörenden Auenwald in einen Park, und zwar in Art des damals aktuellen englischen Landschaftsstils, umzugestalten. Er erdachte ein Denkmal für die vier großen Wohltäter der Menschheit, das aber nur etwa zwei Jahrzehnte lang den Park zierte. Sie schmückte nach dem Tode ihres Mannes ( 16.5.1781) den Park mit diversen Sehenswürdigkeiten, die große Beachtung fanden. Leider richtete im Jahre 1813 das Kriegsgeschehen auch hier große Zerstörungen an. Der Sohn Dr. jur. Rudolf Hommel, Senator zu Leipzig, erhielt, nachdem er mündig geworden war, die Verfügungsgewalt über das Zweinaundorfer Rittergut; als dessen Besitzer ist er für das Jahr 1802 beurkundet. Er starb am 9.8.1817 im Alter von 48 Jahren.

Die Broschüre "Die Straßennamen der Ortschaften Mölkau und Zweinaundorf - Gegenwart und Geschichte - " ist in den bekannten Verkaufsstellen Buddelkiste Behrens, Engelsdorfer Straße 33 und Lebensmittel * Haushaltwaren Anita Nebe, Zweinaundorfer Straße 233 zum Preis von 2,50 Euro erhältlich.

Heimat- und Kulturverein Mölkau


Abschluss der Arbeiten für 2004!

Mit der Fertigstellung des Fundaments für die südwestliche Mauerecke des Bergfriedhofes Mölkau wurden die Arbeiten für das Jahr 2004 abgeschlossen. Mit der zielstrebigen Lösung der Aufgaben durch Wolfgang Miersch, Reinhard Kabitzsch und weiteren fleißigen Helfern des Pfarramtes Baalsdorf sowie mit der Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau und der Dachdeckerfirma Schäffer GmbH wurde ein erfreuliches Ergebnis erreicht, für das wir als Verein sehr dankbar sind. Es ist die Voraussetzung, im Jahr 2005 mit neuem Elan und sicher guten Ideen an die weitere Verschönerung des Bergfriedhofes Mölkau zu gehen. Dazu sind wieder finanzielle Mittel in Form von Spenden erforderlich, die gegenwärtig in Mölkauer Geschäften gegen Quittung auf einer Spendenliste übergeben werden können. Für die jetzt schon eingegangenen Spenden Mölkauer Bürger bedanken wir uns ganz herzlich und verbinden damit die Hoffnung, dass wir bis zum Beginn der Arbeiten im März nächsten Jahres weitere Spenden einwerben. Damit wird es uns möglich sein, das Projekt "Mölkauer Bergfriedhof" so zu realisieren, dass ein weiteres Stück öffentliches Grün unseres Heimatortes einen parkähnlichen Zustand erhält und so zu einem Besuch - nicht nur für Mölkauer - einladen wird.

Robert Korff, Heimat- und Kulturverein Mölkau


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