Mölkauer Gemeindeblatt April 2004


Der Ortsvorsteher informiert:

Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer,

ganz anders als im Februar war im März der Ortschaftsrat mal wieder fast "unter sich". Sicher, weil die Tagesordnung nicht so brisant war, wie zuvor.

Trotzdem gab es zu einigen Themen kontroverse Diskussionen. Unter anderem zum Vorschlag, den Namen des Gemeindeblattes zu ändern als Konsequenz der Eingemeindung. Vorschläge gab es von Ihnen reichlich, immer darauf achtend, die Verbundenheit zu unserem Ortsteil zu bewahren bzw. deutlich zu zeigen. Wir haben festgestellt, dass viel "Herzblut" der einzelnen Ortschaftsratsmitglieder in unserem Gemeindeblatt steckt und die Umbenennung nur schmerzlich hingenommen wird. Der Ortschaftsrat hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Namen nur zu ändern, wenn dies juristisch notwendig ist. Mehrheitlich wurde der Vorschlag - "Mölkauer Ortsblatt" angenommen. Ich werde prüfen lassen, ob - bei vorliegender Notwendigkeit - dieser Name verwendet werden darf.

Für die bevorstehenden Ortschaftsratswahlen wurden durch die ortsansässigen Parteigruppen alle Vorbereitungen getroffen. Die Listen der Kandidaten wurden geschlossen. Der Wahlkampf kann beginnen. Der Ortschaftsrat wird in der Mai-Ausgabe des "Gemeindeblattes" allen Kandidaten für den Ortschaftsrat die Gelegenheit geben, sich vorzustellen. Dies geschieht unabhängig von anderen Präsentationen durch die jeweiligen Parteien. Ich wünsche mir schon heute, dass Sie am Wahltag, dem 13.Juni, von Ihrem Recht zur Teilnahme an freien Wahlen Gebrauch machen und Ihre Stimme und damit Ihre Meinung abgeben. An diesem Tag finden gleichzeitig die Kommunalwahlen zum Leipziger Stadtrat und die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Bitte nehmen Sie teil.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle über ein Schreiben von Bürgern an den Ortschaftsrat und die freiwillige Feuerwehr, in dem für die aktive Hilfe der Wehr beim mehrfachen Rohrbruch und den Einsatz des Ortschaftsrates, den Kontakt zu den Kommunalen Wasserwerken herzustellen, gedankt wird. Gern habe ich dies an Herrn Klaus Hille und Herrn Robert Korff und ganz besonders natürlich an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau weitergegeben.

Übrigens, haben Sie gewusst, dass unsere Freiwillige Wehr im Jahr 2003 199 Einsätze durchgeführt hat? Ehrenamtlich versteht sich. Da tut sich doch auch einmal wieder die Frage auf, ob die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden entsprechend gewürdigt wird, haben sie ordentliche Arbeitsbedingungen, und was macht unser Gerätehaus?

Unsere nächste öffentliche Ortschaftsratssitzung findet am 20. April 2004, im Ratssaal des ehemaligen Gemeindeamtes, statt. Ich freue mich, Sie zahlreich begrüßen zu können.

Die angekündigten Themen enthalten eine uns alle betreffende Brisanz. Wir sehen uns, hoffe ich, um 19 Uhr an diesem Abend.

Für das Osterfest wünsche ich Ihnen nicht nur schönes Wetter, sondern auch angenehme Stunden im Kreise Ihrer Verwandten und Freunde.

Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher


Die Freiwillige Feuerwehr Mölkau

Ende Februar diesen Jahres legte der Wehrleiter Andreas Schieferdecker Rechenschaft über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau. In Anwesenheit der Kameradinnen und Kameraden sowie der Gäste Thomas Kügler vom Brandschutzamt Leipzig, dem Ortsvorsteher Volker Woitynek und dem Stadtrat Dr. Christian Jonas verlas Andreas Schieferdecker den Rechenschaftsbericht. Danach setzt sich die Freiwillige Feuerwehr Mölkau mit 62 Mitgliedern wie folgt zusammen: acht aktive Kameradinnen und 24 aktive Kameraden, 14 Kameradinnen und Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung und 16 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr.

Im Jahr 2003 wurde die Freiwillige Feuerwehr Mölkau 199 Mal alarmiert (18 Mal mehr als 2002!), sie leisteten Hilfe bei 4 Großbränden, 4 mittleren Bränden und bei 31 Kleinbränden. Zu anderen Hilfeleistungen rückte die Freiwillige Feuerwehr Mölkau sechzig Mal aus. Obwohl im Jahr 2003 kein Einsatz in Hochwassergebieten erforderlich war, mussten sich die Einsatzkräfte wieder mit Wasser und seinen Folgen beschäftigen. Die Wasserrohrbrüche in der Albrechtshainer Straße beschäftigten nicht nur die Anwohner und die Wasserwerke sondern auch die Freiwillige Feuerwehr Mölkau. Diese Leistungen erfuhren einen Dank durch ein Schreiben von betroffenen Anwohnern. Einen sehr großen Anteil an der Jugendarbeit haben Iris Schieferdecker und Marko Horn. Mit einer Kontinuität werden Mädchen und Jungen an die Aufgaben von Brandschützern herangeführt, was sie letztlich zum Heimatfest unter Beweis stellten.

Für den Heimat- und Kulturverein Mölkau war die Mitarbeit der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau bei der Organisation und Durchführung des Mölkauer Heimatfestes eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen des Festes. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Kameradinnen und Kameraden und wünschen für die Zukunft weiterhin gute Ergebnisse bei der Ausbildung und beim vorbeugenden und tätigen Brandschutz.

Befördert wurden zur Rechenschaftslegung folgende Kameradinnen und Kameraden: Michael Brückner und Torsten Kleinig zum Oberfeuerwehrmann, André Fellgiebel und Silvio Süßenbach zum Feuerwehrmann und Cathrin Henzel zur Feuerwehrfrau. Wir gratulieren den Beförderten!

Bei aller positiver Berichterstattung gibt es doch einen riesengroßen Wermutstropfen: Das vom Brandschutzamtsleiter im vergangenem Jahr vorgestellte neue Feuerwehrgerätehaus steht in den Sternen! Den Berichten aus der Stadt zufolge ist eben kein Geld da und die Mölkauer Kameradinnen und Kameraden haben sich mit dem viel zu kleinen Gerätehaus zufrieden zu geben. Das motiviert die Brandschützer auf gar keinen Fall! Hier wäre es wichtig, eine Entscheidung zu treffen, dass wenigstens in kleinen Schritten das schon geplante und auf dem Papier fertige Gerätehaus Wirklichkeit wird.

Robert Korff, Heimat- und Kulturverein Mölkau


Interesse an einer Arbeitsstelle?

Wenn ja, dann kommen Sie bitte am Sonnabend, dem 24. April 2004 ab 10 Uhr zum Informationstag ins ehemalige Gemeindeamt Mölkau.

Der Virus "Arbeitslosigkeit" greift immer mehr um sich, aber da informiere ich Sie ja über nichts neues. So hatte es auch mich vor knapp 2 Jahren erwischt, das Arbeitsamt hatte mich wieder! Bei meiner Suche nach Arbeitsstellen war ich zwar immer recht erfolgreich, es kam aber zu keiner Einstellung, da mein Geburtsdatum die ganze Wahrheit verriet: "zu alt"!

So nutzte ich die Chance des neuen Gesetzes für die private Arbeitvermittlung und gründete im August 2002 die HL Management Agentur, die sich hauptsächlich mit privater Arbeitsvermittlung beschäftigt. Aller Anfang war schwer, aber der tägliche Kampf um die Arbeitsplätze macht auch Spaß, so dass Erfolge nicht lange auf sich warten ließen. Im Februar 2003 war die Möglichkeit gegeben, im ehemaligen Mölkauer Gemeindeamt ein kleines Büro zu eröffnen. Inzwischen sind 1 Jahre vergangen und mit zwei weiteren freien Mitarbeitern wird die wachsende Zahl der sich an uns wendenden Arbeitssuchenden bewältigt bzw. "in Arbeit" gebracht. Die Vermittlung erfolgt ausschließlich erfolgsorientiert, d.h. das Honorar dieser Dienstleistung erhält die Vermittlungsagentur nach Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag, insofern ist das Team motiviert, den Antragsstellern eine Beschäftigung zu vermitteln.

Leider haben noch nicht alle Arbeitgeber erkannt, welche Vorteile (sie sparen u.a. Zeit, Nerven u. Kosten) diese Dienstleistung ihnen bietet.

Unsere Stärken liegen dabei in der sehr individuellen Betreuung von Arbeitgebern und Bewerbern und einem sorgfältigen Abgleich von Anforderung, Qualifikation und Motivation. Wir informieren uns vor Ort beim Arbeitgeber über die betrieblichen Gegebenheiten sowie das genaue Profil, das der künftige Mitarbeiter für die freie Stelle haben soll.

Ein umfangreicher Pool an qualifizierten Arbeitskräften aller Fachrichtungen macht es möglich, auch kurzfristig und passgenau zu vermitteln. Der Arbeitgeber erhält nur eine kleine aber gezielte Auswahl von Arbeitssuchenden. Diese Arbeitnehmer stellen sich zunächst in einem Bewerbungsgespräch in unserem Büro im ehemaligen Gemeindeamt Mölkau vor. Wir sichten die Bewerbungsunterlagen, erstellen ein Profil und geben Tipps und Hinweise zur Verbesserung der Bewerbungsunterlagen bzw. beraten auch bei anstehenden Vorstellungsgesprächen. Außerdem werden die Arbeitssuchenden über neue Tendenzen und Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt und über die Alternative einer selbständigen Tätigkeit informiert.

Leider können wir keine neuen Arbeitsplätze schaffen, aber wir vergleichen Angebot und Nachfrage, um eine optimale Lösung zu finden und dem neuen Trend auf dem Arbeitsmarkt gerecht zu werden. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, auch andere Wege aus der Arbeitslosigkeit zu gehen.

Ein frohes Osterfest wünscht das Team der HL Management Agentur


In Mölkau ist es eng !!

Vier Baustellen, davon eine in der Umleitungsstrecke für die Paunsdorfer Straße, das nervt Anwohner und Kraftfahrer gleichermaßen.

An die Baustelle Paunsdorfer Straße, hier wird eine Wasserleitung und danach die Straßendecke erneuert, haben sich alle gewöhnt, aber das dauert bis August 2004. Dazu kam die Baustelle an der Eisenbahnbrücke Engelsdorfer Straße, der Verkehr wird durch eine Ampelanlage wechselseitig geregelt. Die Arbeiten dürfen nur von 8 bis 16 Uhr ausgeführt werden, da diese Baustelle in der Umleitungsstrecke liegt.

Erforderlich ist diese Maßnahme, weil eine Wasserleitung wegen des neuen Brückenbauwerkes von der rechten auf die linke Straßenseite verlegt werden muss.

Der Dauerbrenner ist die Albrechtshainer Straße. Die marode Transportwasserleitung wird durch die Kommunalen Wasserwerke Leipzig mit einem Rohreinzugs-verfahren saniert. Danach können die Anwohner ihre Grundstücke wieder ohne Sorge vor neuen Rohrbrüchen verlassen. Als vierte Baustelle wurde der Bahnübergang Zweinaundorfer Straße begonnen, diese Maßnahme soll Ende März abgeschlossen sein.

Ortschaftsrat Mölkau


Dreckecken in Mölkau

Wie bereits in früheren ausgaben des Mölkauer "Gemeindeblattes" berichtet, gibt es immer wieder in Mölkau illegale Müllablagerungen. So z.B. an den Glascontainern in der Engelsdorfer Straße in der Nähe der ohnehin furchtbar aussehenden Ruine des Gasthofes Mölkau. Dieser Müll muss von Mitarbeitern des Bauhofes Engelsdorf beseitigt werden, was wiederum Zeit in Anspruch nimmt.

Die in der Nähe befindliche Baustelle Engelsdorfer Straße 63/65 sieht nicht viel besser aus. Neben den zur Abholung bereitstehenden Containern liegt ein großer Berg Bauschutt und diverse Kunststofftüten, die neben den Verwilderungen des Grundstücks ein klägliches Bild darstellen. Hier sollten die Bauherren ihrer Ordnungspflicht schnellstens nachkommen, das meint der

Ortschaftsrat Mölkau


Hecken - Natur und Lebensraum

Die ersten Sonnenstrahlen kommen hervor und die Natur blüht langsam wieder auf. Die Vögel zwitschern uns in den Frühling. In den Vorgärten sieht man immer häufiger, dass Koniferen als Hecken- und Solitärgewächse gepflanzt werden. Diese bieten keinen Lebensraum für unsere kleinen Freunde, wie Amsel, Zaunkönig, Sperling, Erdkröte, Spitzmaus und Igel. An diese Lebewesen müssen wir aber denken. Was wird sonst aus denen, die noch übrig sind? Dagegen solche Straucharten, wie z.B. Schlehe, Pfaffenhütchen, Schneeball, Haselnuss, Kreuz- und Weißdorn, bieten ihnen täglich schützenden Lebensraum, Nahrung und Brutmöglichkeiten. Gerade diese Sträucher schützen die Lebewesen vor Wind und Wetter. Die roten Beeren des Weißdorns zum Beispiel sind eine beliebte Vogelnahrung im Herbst und Winter.

Jens Schäffer, Heimat- und Kulturverein Mölkau


Ausstellung im Kamera- und Fotomuseum Leipzig vom 20. März bis zum 30. Mai 2004

Bertram Kober - "Legitime Aspekte des Alltags"

Der Leipziger Fotograf Bertram Kober zeigt in brillanten großformatigen Fotografien, wie surreal unser Alltag eigentlich ist. Er macht kulturelle Verwerfungen unserer Zivilisation sichtbar, die den Verdacht nähren, dass es vielleicht schon 5 Minuten nach 12 sein könnte.

Mit stilistischer Meisterschaft extrahiert Kober Symbole aus der Realität, die uns den selbst verursachten Wahnsinn unseres täglichen Lebens bewusst machen.

Die eindringlichen Bilder rufen beim Betrachter Unsicherheit, wenn nicht Bestürzung hervor. So ist nicht ersichtlich, ob die Plastik - Madonna im Kaufhaus zur Andacht einlädt, oder käuflich ist. Betroffenheit verursacht ein herrlicher Sonnenuntergang am Meer mit ölverpestetem Strand oder ein toter Fuchs auf der Autobahn, der an unser Mitleid appelliert und doch so alltäglich ist.

Der Kunsthistoriker Peter Guth nannte Kober "einen Moralisten in bester Tradition der Aufklärung, der sich niemals als Oberlehrer geriert." Er wagt es wie kein zweiter, mit feiner Ironie die Legitimität unseres Alltags in Frage zu stellen. Seine Fotografien bewegen und hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck.

Zur Ausstellung gibt es einen großzügig gestalteten Katalog.

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 - 17 Uhr geöffnet.


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