Mölkauer Gemeindeblatt April 2002

 

20 Jahre Carneval-Club-Mölkau

 

Ist das wenig oder viel,

steh´n wir am Anfang oder sind wir am Ziel?

Sind wir noch jung oder gar schon alt?

Egal, wenn nur weiter unser Ruf erschallt.

Narrenmann und Narrenfrau,

der CCM grüßt mit "Mölkau - Helau"!

Und von "Mölkau bis Mainz - ist alles eins"!

 

Zur Entstehung:

 

Im damaligen Kulturhaus Mölkau fanden monatlich regelmäßig freitags und samstags Tanzpartys für Ehepaare statt. Während der Silvesterparty 1981-82 kamen in Gesprächen in der Bar erste Gedanken auf, in Mölkau mal eine richtige Karnevalveranstaltung vorzubereiten. Es folgte ein Besuch einiger Personen von uns beim Markranstädter Carneval Club, woraus sich dann später eine gute Zusammenarbeit für die Gründung des Carneval-Club-Mölkau ergab. Im Mai des Jahres 1982 fand die erste große Zusammenkunft aller am Karneval interessierten Personen, die vor allem von der Kulturhausleiterin Ingrid Paschke, der Kulturbeauftragten des Rates der Gemeinde Mölkau, Frau Cläre Peters und Herrn Klaus Kunz aus Mölkau bei den Partys für Eheleute angesprochen worden waren. Unter Vorsitz von Dr. med. Volker Spielmann wurde der Elferrat gegründet, welcher ein Programm für den 11.11.1982 vorbereitete und dieses auch mit Bravour unter dem Titel "Unser erster Versuch" zur Aufführung brachte. Dieses Programm wurde noch ein paar Mal aufgeführt. Der Club blieb zusammen. Die ersten Schritte in Richtung Karneval waren mit viel Fleiß und Mühe, Engagement und Ideenreichtum getan. Die ersten Veranstaltungen hatten gezeigt, dass in unserer Region zahlreiche Menschen Karneval feiern wollten.

 

So ging es weiter:  

 

Der CCM entschloss sich, weitere Programme aus Spaß an der Freude vorzubereiten und durchzuführen. Von staatlicher Seite führte die Kreisarbeitsgemeinschaft Karneval Leistungseinstufungen durch. Wir erreichten bereits bei der zweiten Einstufung die Oberstufe, ausgezeichnet als Volkskunstkollektiv. Ja, das war schon was in dieser Zeit. So entwickelte sich der CCM in den 20 Jahren zu einem Karnevalsverein, der aus unserer Region nicht mehr wegzudenken ist. Tausende Besucher aus Mölkau und dem Umfeld, vor allem auch aus Leipzig, konnten wir mit unseren anspruchsvollen Programmen begeistern, ihnen Spaß, Freude und große tänzerische Leistungen kredenzen. An dieser Stelle ergeht der Dank aller Mitglieder des CCM an unser Publikum, an all die Menschen, die uns in den vergangenen 20 Jahren unterstützt und die Treue gehalten haben, vor allem den vielen Mölkauern, die ihre Verwandten und Bekannten auf unseren Club neugierig gemacht haben.

 

Unser Versprechen:  

 

Wir werden weiterhin bestrebt sein, dem Brauchtum des Karnevals treu zu bleiben, gesellschaftliche und politische Probleme anzusprechen und dem Publikum ein schöne Programme von hoher Qualität bieten. Die Vorbereitung der nächsten Saison läuft bereits auf vollen Touren.

Also dann liebe Mölkauer, tschüß bis zum 11.11. oder 16.11.2002 im Gasthof Zweinaundorf zum Karneval.

 

Mölkau - Helau!!! Euer Vorsitzender des CCM e.V., Dieter Graul

 

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Der Ortsvorsteher informiert:

Liebe Mölkauerinnen und Mölkauer,

 

die Tagesordnung der letzten Ortschaftsratssitzung, welche am 09.04.2002 stattfand, war offensichtlich nicht so interessant wie die letzte!

Nur Wenige nutzten die Gelegenheit der Teilnahme. Leider waren auch mehrere Ortschaftsräte verhindert, so daß wir  - zum ersten Mal seit Beginn meiner Amtszeit  - nicht beschlussfähig waren!

 

Herr Pohl vom Angel- und Fischerverein war einer der wenigen Gäste zur Ortschaftsratssitzung. Er informierte uns über Aufräumungsarbeiten am Zweinaundorfer Teich, den man wieder einmal von einer Menge Unrat befreite. Dank Herrn Soller (Leiter der Außenstelle Engelsdorf/Mölkau) wurde dieser dann auch gleich noch ordnungsgemäß abtransportiert.

An dieser Stelle möchte ich auf die Möglichkeit der Nutzung des Containerplatzes im Bauhof, Mölkauer Dorfplatz 3, erinnern, der sonnabends von 8 - 12 Uhr geöffnet ist.

 

Am 04.04.2002 habe ich an einem Diskussionsabend des Mölkauer Stammtisches teilgenommen. Auch hier stand an diesem Tag ganz besonders die Zukunft des Stadtgutes Mölkau im Vordergrund. Wie zu unserer Ortschaftsratssitzung im März wurde auch zu diesem Stammtisch heftig für den Erhalt des Gutes diskutiert, da das Mölkauer Stadtgut mittlerweile fester Bestandteil Leipziger Freizeitgestaltung ist. Auch wurden viele Vorschläge für  weitere Nutzungsmöglichkeiten eingebracht.

Herr Dr. Jonas informierte an diesem Abend über die von der Stadt Leipzig aufgezeigten Möglichkeiten der weiteren Bewirtschaftung des Gutes.

Wie zwischenzeitlich in der Presse bekanntgemacht wurde, hat die Stadt Leipzig die Güter zur Verpachtung ausgeschrieben.

 

Schön, daß es einmal wieder eine Hochzeit in unserem Mölkauer Gemeindeamt gab. Denjenigen, die sich am 12.04.2002 ihr Ja-Wort gaben, möchte ich an dieser Stelle meine ganz persönlichen Glückwünsche übermitteln

 

Für die nächste öffentliche Ortschaftsratssitzung, welche am 14. Mai 2002, 19.00 Uhr stattfinden wird, ist unter anderem als Tagesordnungspunkt die Planung und der Bau der Straße „Am Gutspark“ und die Planung der „Gustav-Scheibe-Straße“ vorgesehen, die Zusage der Teilnahme durch das Tiefbauamt vorausgesetzt. Sicher wird mit dieser Problematik wieder bei Vielen das Interesse geweckt, und ich freue mich wieder auf Ihre aktive Teilnahme an unserer nächsten Sitzung.

Auch der Ortschaftsrat wird dann wieder Stärke beweisen.

 

Die komplette Tagesordnung können Sie rechtzeitig in der Kleinen LVZ und natürlich im Schaukasten des ehemaligen Mölkauer Gemeindeamtes finden.

 

Abschließend möchte ich noch der Bitte des Amtes für Statistik und Wahlen nachkommen. Es werden noch Wahlhelfer für die Bundestagswahlen im September gesucht. Wer Interesse hat, kann nähere Informationen hierzu im Amt für Statistik und Wahlen unter der Telefon-Nummer 03 41/1 23-28 27 oder bei mir erhalten.

 

Einen schönen Start in den Frühling und die beginnende Grillzeit wünscht Ihnen

Ihr

Volker Woitynek

Ortsvorsteher

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Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

 

Sehr geehrte Einwohner von Mölkau,

 

Im März 2002 wurde bei der Freiwillige Feuerwehr Mölkau Rechenschaft über das vergangene Jahr abgelegt. Wir freuten uns das wir zu dieser Veranstaltung unseren Ortsvorsteher Herrn Woitynek und Herrn Korff als Gäste begrüßen konnten.

Die Freiwillige Feuerwehr hat ein sehr bewegtes Jahr hinter sich. Allein die 100- Jahrfeier hat in der Vorbereitung und Durchführung sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch genommen.

In Sachen Gerätehaus gibt es zu berichten: Das Planfeststellungsverfahren hat begonnen. So das, wie nach letzten Aussagen, mit dem Bau 2003 begonnen werden soll. Alle anderen in der Presse geschilderten Sachverhalte sind aus Sicht der Presse wiedergegeben und entsprechen nicht immer der Richtigkeit. Die wichtigsten Ereignisse des letzten Jahres können Sie im anschließenden Rechenschaftsbericht nachlesen.

Auf diesem Wege möchten wir Ihr Interesse, liebe Leserin und lieber Leser für eine Interessante Freizeitgestaltung in der Freiwilligen Feuerwehr wecken. Jeder ist bei uns Willkommen. Anzutreffen sind wir jeden Dienstag ab 19.00 Uhr in der Engelsdorfer Straße 106.

 

Jahresbericht 2001 der FF Mölkau

 

Ein Jahr vieler großer Ereignisse liegt hinter uns und wir können mit Stolz auf das Geleistete im letzten Jahr zurück schauen.

Als Erstes sei mir gestattet, mich im Namen der Wehrleitung bei allen aktiven Kameradinnen und Kameraden für die vielen geleisteten Stunden, sei es beim Einsatz oder bei anderen Aktivitäten, ganz herzlich zu bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt allen Angehörigen, ohne deren Verständnis und Unterstützung bei unserer Arbeit so mancher Einsatz nicht möglich gewesen wäre. Auch den vielen Helfern die zum Gelingen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen bestehen unserer Wehr beitrugen möchten wir heute noch einmal unseren Dank sagen. Den heutigen Anlass möchte ich auch nutzen, um mich bei unserem Ortsvorsteher und Ortschaftsrat für die Unterstützung zu bedanken. Aber auch nicht zu vergessen, all unsere Arbeitgeber, die uns während der Arbeitszeit für den Einsatz freistellten, dies ist Heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, ein Dankeschön.

Die Freiwillige Feuerwehr Mölkau hat zur Zeit 60 Mitglieder, die sich wie folgt zusammensetzen:

7 aktive Kameradinnen und 25 aktive Kameraden; 16 Kameradinnen und Kameraden der Ehren- Altersabteilung; 12 Jungen und Mädchen in der Jugendfeuerwehr. Leider konnten wir auch im letztem Jahr wieder keinen Nachwuchs in unseren aktiven Reihen verzeichnen. Diese Tendenz, die sich hier abzeigt, ist wohl doch eher besorgniserregend.

Kamerad Horst Spahn wurde für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr mit dem Verdienstkreuz in Gold ausgezeichnet.

Erschüttert waren wir über das Ableben des Kam. Reinhardt Projahn.

 

Einsatzgeschehen

 

Im vergangenen Jahr wurde die Freiwilligen Feuerwehr Mölkau 168 mal alarmiert.

Dies ist eine enorme Steigerung der Einsätze zum Vorjahr. 72 mal wurde die Feuerwehr im vergangenen Jahr mehr Alarmirt.

So wurden wir zu 45 Bränden gerufen, davon waren 4 Großbrände, 4 mittlere Brände und 37 Kleinbrände. Personen kamen nicht zu Schaden. Zu Hilfeleistungen rückten wir 92 mal aus.

Bei den Hilfeleistungseinsätzen handelte es sich um Beseitigung von ausgelaufenen Flüssigkeiten, Türöffnungen, beseitigen von Sturmschäden ,Wasserschäden usw.

29 mal wurden wir zu Meldereinläufen durch automatische Brandmeldanlagen gerufen. Fehlalarmierungen durch Missbrauch des Notrufes war 1x zu verzeichnen.

Trotz der vielen Einsätze kamen keine Kameraden zu Schaden, was ein hohes Maß an Erfahrung im Einsatz wiederspiegelt.

So wurden von den Kameraden, Horst Spahn, Werner Horn, Detlev und Daniel Degenhardt, Andreas Schieferdecker, Hans- Dieter Fischer, Ralf Saalbreiter und Tom Schneider die meisten Einsatzstunden erbracht. 50 % aller Einsätze fallen in die Zeit von 05.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Dies erfordert immer eine gute Abstimmung unter den Kameraden um die Einsatzbereitschaft am Tage sicher zu stellen.

Einige größere Einsätze seien hier an dieser Stelle noch einmal erwähnt.

So wurden wir zu größeren Bränden in die Karl- Heine Straße, Cermax Garten, Steigenberger Str., Portitzer Str., Schulze- Delitsch Str., Albrechtshainer Str. Alarmiert.

 

Ausbildung

 

Im letzten Jahr wurden 2016 Ausbildungsstunden von den aktiven Kameraden geleistet. Die durchschnittliche Dienstbeteiligung lag bei 14 Kameradinnen und Kameraden.

Auch im vergangenen Jahr wurde auf eine praxisnahe Ausbildung Wert gelegt. Was bei allen Kameraden auf positive Resonanz stieß, auch wenn es manchmal Überwindung kostete, nach der normalen Arbeit dies zusätzlich durchzuführen.

Auf Kreisebene absolvierte Kamerad Torsten Gleinig die Ausbildung zum Maschinisten.

Für dieses Jahr stehen wieder einige Lehrgänge an der Feuerwehrschule und auf Kreisebene auf dem Programm. Die auch schon erfolgreich absolviert wurde.

Einen besonderen Entschluss fassten die Kameraden unserer Nachbarfeuerwehr aus Baalsdorf.

Sie nehmen seit dem 01.01.2002 an unserer Ausbildung teil. Dies ist auch eine große Herausforderung an unsere Ausbilder. Ich bin sicher, das sich beide Wehren dadurch ein großes Stück näher rücken.

 

100- Jahre FF Mölkau

 

Ein besonderer Höhepunkt im vergangenem Jahr war das 100-jährige bestehen unserer Wehr.

Der Gründungstag der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau ist der 19.11.1901.

Aus diesem Anlass wurde das alljährliche Heimatfest unter dem Motto 100- Jahre Freiwillige Feuerwehr gestellt. So organisierten wir gemeinsam mit dem Heimat- und Kulturverein Mölkau e.V. diese Festtage.

Auf diesem Wege möchten wir uns noch einmal beim Heimat-und Kulturverein, besonders bei unserem Ehrenmitglied Robert Korff bedanken. Aber auch bei allen Kameradinnen und Kameraden die dieses Fest als ein unvergessliches Erlebnis werden ließen. So haben wir eine wunderbare Festveranstaltung mit Life Band und Programm erlebt. Und uns über die vielen Glückwünsche unserer Gäste gefreut. Eine besondere Freude überbrachte Bürgermeister Herr Tschense, er versprach uns das der Bau des neuen Gerätehauses 2003 beginnen soll und die notwendigen Mittel im Haushalt eingestellt sein.

Aber auch nicht zu vergessen ist der große Umzug durch unseren Ortsteil. Dieser war mit viel Mühe zusammengestellt und vom Kameraden Frank Stollberg kommentiert worden. Ein besonderer Höhepunkt dieser Festtage war ein Höhenfeuerwerk. Trotz miesen Wetters war das Fest sehr gut besucht. Für das leibliche Wohl sorgte natürlich wie immer unser Verpflegungszug. Und nicht zu vergessen all jene Kameraden die sich um die Sicherheit des Festes kümmerten. Dafür hatten wir eine starke Unterstützung aus Baalsdorf dafür möchten wir uns bedanken.

Natürlich wäre so ein tolles Fest ohne die notwendigen finanziellen Mittel nicht möglich gewesen. Ein großer Teil, das sollte man schon erwähnen, ist von den Kameraden selbst erarbeitet worden. Unterstützt wurden wir natürlich auch durch Spenden der hier ansässigen Betriebe und Einrichtungen. Natürlich nicht zu vergessen - unseren Feuerwehrverein.

 

Schieferdecker

 

Wehrleiter

 

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Der Zweinaundorfer Park - Teil 4 (Schluss)

Gedanken zu seiner Pflege, Erhaltung und Entwicklung

 

In den ersten drei Beiträgen zum Zweinaundorfer Park haben wir uns mit der Geschichte des Parks und seiner Entwicklung zu einem beliebten Ausflugsziel für die Mölkauer Bürger beschäftigt. Daraus hat der Heimat- und Kulturverein abgeleitet, dass für den weiteren Bestand und die Entwicklung des Parks eine langfristig angelegte Konzeption in enger Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt, dem zuständigen Bewirtschaftungsorgan des Eigentümers, der Stadt Leipzig, ausgearbeitet werden muss. Das ist jetzt umso notwendiger, da die Stadt Leipzig auch das Stadtgut Mölkau mit seinem vollständig sanierten, historisch reizvollen Gutensembles und einer Grundstücksgröße von 27.525 m2 (Fläche innerhalb des Gutseinzäunung) unverständlicherweise abstoßen will. Die Bewirtschaftung des Parks war dem Stadtgut mit seinen ABM-Kräften übertragen worden. Das scheint jetzt vorbei zu sein!

Unsere ersten Überlegungen zu den Parkwegen, den Parkwiesen, zum Baumbestand und dem Tempelberg haben überraschenderweise eine ganze Reihe von Hinweisen und Zustimmung erfahren. Wie kann man den kleinen Teich an der Rietzschke wieder aktivieren, ist es möglich, zwei Staustufen in der Rietzschke zur verbesserten Wasserhaltung einzubauen, kann man die Wiesen nicht zupflanzen oder warum bleiben so viele Äste im Park liegen - sind nur einige Fragen. Die meisten Bürger haben Angst, dass mit einem Niedergang des Gutes auch der Park wieder verkommt. Genau das will der Heimat- und Kulturverein mit seinen Initiativen verhindern. So wollen wir auch dem Imker Möglichkeiten einräumen, sein selten gewordenes Gewerbe besser zu präsentieren. Das liegt im Interesse vieler Parkbesucher. Über eine parkgerechte Einzäunung muss nach gedacht werden.

Auch die Hinweistafeln an den Hauptzugängen des Parks sollten trotz immer wieder- kehrender Zerstörungen und geistloser Schmierereien erneuert werden. Die 1953 vom Ortschronisten Erich Rosenbaum gestifteten Gedenktafeln am Gut und im Gutspark werden historisch getreu wieder hergestellt und an geeigneter Stelle angebracht.

 

Die bis hier gegebenen ersten Gedanken und Anregungen sind natürlich nicht vollständig und umfassend genug. Auch lässt sich "vor Ort" manches Problem oder manche Frage leichter klären.

 

Deshalb führt der Heimat- und Kulturverein Mölkau eine Exkursion in den Zweinaundorfer Park  mit dem Thema seiner Pflege, Erhaltung und Entwicklung durch. Interessenten sind herzlich eingeladen.

 

Datum: 5. Mai 2002, 10.00 Uhr, Dauer ca. 90 Minuten

Treffpunkt am Gasthof Zweinaundorf, Engelsdorfer Weg

 

Siegfried Kreusch, Heimat- und Kulturverein Mölkau

 

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Der Kultur- und Heimatverein Baalsdorf informiert:

 

Das Vereinshaus in der Brandiser Str. 20 kann für Familienfeiern genutzt werden. Das Haus liegt an der ersten Bushaltestelle der Linie 73 in Baalsdorf, "Brandiser Straße". Bei Bedarf setzen Sie sich bitte mit Frau Monika Mettner, Baalsdorf in Verbindung. Telefon 0341 / 6513 629.

 

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Presseinformation

 

Kamera- und Fotomuseum Leipzig, Gottschalkstraße 9

Hunde vor der Kamera

Kabinettausstellung vom 13. April bis zum 28. Juli 2002

geöffnet mittwochs, samstags und sonntags von 13 – 17 Uhr

 

 

Hunde vor der Kamera

 

Als Reichskanzler Bismarck um 1890 zum Kuraufenthalt in Bad Kissingen weilte, hatte er seinen Hund dabei. Hofphotograph Pilartz

hat die beiden inmitten jubelnder Fans abgelichtet. Von Seile und Kuntze, ebenfalls königliche Hofphotographen, stammt das Bild der Enkel des letzten deutschen Kaisers, der Prinzen Wilhelm und Louis Ferdinand mit ihrem Lieblingswindhund.

 

Das Kamera- und Fotomuseum zeigt in einer kleinen Kabinettausstellung originelle Hundefotos aus über 100 Jahren.

 

Das berühmte Tänzerpaar Edmonde Guy und Ernest van Düren posiert um 1925 mit zwei Doggen, Karin Székessy zeigt einen Halbakt mit Hundestatuette („Die Schöne und das Tier“) und von Günter Rössler stammt eine witzige Impression mit Hund aus der Provence. Die aktuellste Aufnahme hat die Fotografin Li Erben erst vor wenigen Wochen auf Jamaika für diese Ausstellung angefertigt.

 

So recht vergnüglich für Hundefreunde ist die kleine Schau auch eine Zugabe für diejenigen, die die derzeitige Ausstellung „Große Lichtbildner des 20. Jahrhunderts“ – Ilse Bing und Willy Ronis – noch nicht gesehen haben.

 

Das Kamera- und Fotomuseum Leipzig in der Mölkauer Gottschalkstr. 9 ist mittwochs, samstags und sonntags von 13 – 17 Uhr geöffnet

 

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Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH

 

Baustellenbericht / Presseinformation vom 5. April 2002

 

Kanäle in Mölkau / Zweinaundorf Ost werden länger

 

Bis voraussichtlich Oktober 2002 verlegen die Kommunalen Wasserwerke Leipzig in Mölkau, in der Siedlung Zweinaundorf Ost, zwei Kilometer Kanal und etwa 300 Meter Regenwasserleitung. Dadurch ist die Zweinaundorfer Straße für den Durchgangsverkehr teilweise nur eingeschränkt befahrbar. Der Fahrverkehr in der Osthöhe, Thomas-Wagner-Straße, Kleine Bergstraße, Hermann-Brade-Straße und im Hommelweg wird ebenfalls beschränkt.

Rund 230 Grundstücke werden in Zweinaundorf Ost bis Jahresende an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Gebaut wird aktuell im zweiten und letzten Bauabschnitt. Begonnen wurde mit den Arbeiten im Sommer des vergangenen Jahres.

Das Unternehmen bittet die Anwohner und die Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

 

Die Anwohner wurden gesondert über den Bauablauf informiert. In der Sprechstunde jeweils dienstags ab 15 Uhr stehen die Bauleiter vor Ort gern im Baubüro in der Zweinaundorfer Straße, zwischen der Schubarth- und der Pflugkstraße für weitere Informationen zur Verfügung. Fragen und Hinweise zum Bauablauf können auch im dortigen Briefkasten eingeworfen werden.

Weitere Informationen zur Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung bietet das Kunden-Center der Kommunalen Wasserwerke Leipzig in der Johannisgasse 7:

Mo, Mi und Do von 8 bis 16 Uhr, Di von 8 bis 18 Uhr und Fr von 8 bis 14 Uhr,

Tel.: 0341 / 9 69 22 25.

 

Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH, Pressestelle, Katja Storr, Johannisgasse 7/9, 04103 Leipzig,

Tel.: 0341 / 9 69 24 92, Fax: 0341 / 9 69 29 36, e-Mail: pressestelle@wasser-leipzig.de, www.wasser-leipzig.de 

 

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Die Straßennamen der Ortschaften Mölkauer und Zweinaundorf - Gegenwart und Geschichte

Herausgegeben vom Heimat- und Kulturverein Mölkau e.V. im Jahr 2001

 

 

Handwerkerhof, Lage: Zwischen Sommerfelder und Albrechtshainer Straße, fast an der Grenze zu Stötteritz. Ohne Vorbenennung, Benennung 1992.

Der Handwerkerhof ist ein Gewerbegebiet, in dem vornehmlich Mölkauer Handwerker und Gewerbetreibende Neubauten für ihre Unternehmen errichten konnten. Der Mölkauer Gemeinderat erkannte richtig, dass der wirtschaftliche Aufschwung in den neuen Bundesländern nur mit dem Mittelstand zu erreichen ist. Aus diesem Grund wurden die entsprechenden Ratsbeschlüsse zur Ansiedlung der Unternehmer gefasst.

 

 

Gedanken zum 10-jährigen Bestehen des Handwerkerhofes in Mölkau

 

Der 1990 gewählte Gemeinderat hatte sich sehr schnell darauf verständigt, daß für das ortsansässige Handwerk bessere Bedingungen geschaffen werden müssen. Ein Grundstück war bald gefunden und von der Treuhandanstalt abgekauft. Eine lange Liste interessierter Firmen war auch schnell zusammengekommen. Sowohl Gemeinderat als auch Handwerker glaubten, daß es nun bald losgeht. Aber es mußte erst die Hürde des Bebauungsplanes genommen werden. Wie hoch diese war, konnten wir uns anfänglich nicht recht vorstellen. Da waren exakte Fristen einzuhalten und Forderungen von allen möglichen Institutionen, die wir teilweise noch gar nicht genau kannten, zu berücksichtigen. Auch die Auswahl der anzusiedelnden Firmen war nicht einfach, lange wurde im Gemeinderat darüber gestritten, Mölkauer und produzierendes Gewerbe sollten bevorzugt angesiedelt werden. Schließlich waren den im Bebauungsplan ausgewiesenen Grundstücken die künftigen Eigentümer zugeordnet. Anfang 1992 hatte ich zwei teilweise sehr emotionsgeladene Zusammenkünfte mit den künftigen Bauherren, die wenig Verständnis für die Probleme bis zur Genehmigung des Bebauungsplanes hatten und am liebsten gleich loslegen wollten. Überall im Umfeld seien die Gewerbegebiete schon im vollen Gange, nur in Mölkau passiert nichts, war vielfach zu hören. Nach intensiven Diskussionen mit dem Regierungspräsidium haben wir im Sommer 1992 den Bebauungsplan genehmigt bekommen und es konnte mit dem Straßenbau begonnen werden. Parallel dazu begannen einige Firmen bereits mit ihren eigenen Bauvorhaben. Die Koordinierung dabei war nicht einfach. Allen Unkenrufen zum Trotz war der Handwerkerhof in Mölkau eines der ersten Gewerbegebiete in der Umgebung, das genehmigt worden war, das vor allem vollständig belegt und als eines der ersten auch komplett bebaut war. Daß dies nicht selbstverständlich war und ist, davon zeugen noch heute Gewerbegebiete in der Umgebung mit mehr oder weniger großen freien Flächen. Kennzeichnend für den Handwerkerhof ist auch, daß fast alle Firmen, die am Anfang mit dabei waren, noch heute hier ansässig sind. Dazu haben sicherlich auch die günstigen Konditionen geführt, die die Gemeinde sowohl beim Kauf des Grundstückes, der Erschließung und bei der sehr gefürchteten „Nachbewertung“ drei Jahre nach dem Grundstückskauf erreicht und ungeschmälert an die Firmen weitergereicht hat. Inzwischen gehört der Handwerkerhof fest zum Ortsbild von Mölkau, und ich denke, es war ein gutes Stück Arbeit, das der erste Gemeinderat nach der Wende gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung und den ansässigen Firmen hier geschaffen hat. Es war zwar nicht immer einfach, aber nie unlösbar kompliziert.

Allen Firmen des Handwerkerhofes wünsche ich noch eine recht lange erfolgreiche Geschäftstätigkeit.

 

Dr. Roland Siegemund

Bürgermeister a.D.

 

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BIBLIOTHEKSINFORMATION

 

Liebe Leser!

 

An gewohnter Stelle im Gemeindeblatt möchte ich wieder alle interessierten Leser mit Neueingängen in der Bibliothek bekannt machen.

 

Heidenreich, Elke. Der Welt den Rücken. Geschichten.

Teils heitere, teils besinnliche Liebes- und Lebensgeschichten, mit Charme und Witz und auch Trauer erzählen mit großer Einprägsamkeit von den Versuchen, unsere Gegenwart zu verstehen. Erzählen von Verlusten und Triumphen und immer wieder von der Liebe.

 

Follett, Ken. Das zweite Gedächtnis.

Ein Mann erwacht auf dem Fußboden einer öffentlichen Toilette. Er weiß nicht wer er ist und wie er dahin gekommen ist. Er versucht, herauszufinden, was mit ihm geschehen ist. Bald wächst in ihm der schreckliche Verdacht, dass der Verlust seines Gedächtnisses nicht auf natürlichen Ursachen beruht. Was hat er gewusst, dass so brisant war, dass man ihm die Erinnerung raubte, um ihn zum Schweigen zu bringen?

 

Leon, Donna. Feine Freunde. Commissario Brunettis neunter Fall.

Dieses Mal hat der Commissario den Ärger selbst am Hals. Es geht um seine Eigentumswohnung und die Baubewilligung. Brunetti ist wütend und dann stürzt der zuständige Beamte vom Baugerüst. Nun weiß Brunetti, dass es nicht nur um seine Wohnung geht. Er bekommt es mit der venezianischen Drogenszene, mit Wucher und Korruption zu tun. Er ist gezwungen, zu ungewöhnlichen Mitteln zu greifen.

 

Allende, Isabell. Porträt in Sepia.

Aurrora del Valle möchte wissen, was in ihren ersten Lebensjahren passiert ist. Ihre ersten Jahre scheinen in tiefes Dunkel getaucht. Aufgewachsen ist sie im Haus ihrer Großmutter, einer sehr besitzergreifenden Frau. Aurora möchte gerne selbständiger werden. Eine Kamera, die sie schon als Kind geschenkt bekam , wird ihr nach und nach zur Leidenschaft und zum Mittel der Suche nach ihrer persönlichen Wahrheit. Ein Buch voller Witz und Temperament.

 

Tolkien, J. R. R.. Der Herr der Ringe. 3 Bde.

Fantasy-Literatur vom Feinsten. In dieser Trilogie, die in der Welt von Mitteleuropa spielt, wird die Geschichte um die beiden Hobbits Bilbo und Frodo Beutlin und dem magischen Ring erzählt. Die beiden erleben große Gefahren und wundersame Begegnungen im Wettlauf gegen das Böse.

 

Prodöhl, Günter. Der Witwenmörder u.a. Kriminalfälle ohne Beispiel.

In der DIE-Reihe als 222. Band erschienen, erfahren wir fünf interessante Kriminalfälle, die der Autor, ein routinierter Gerichtsberichterstatter und Autor für Hörfunk und Fernsehen, recherchierte und spannend erzählt. Schon in den sechziger Jahren erschien von ihm eine mehrbändige Reihe unter dem Titel "Kriminalfälle ohne Beispiel". Günter Prodöhl starb 1988.

 

Illies, Florian. Generation Golf.

Florian Illies ist Feuilletonredakteur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Berlin und beschreibt heiter ironisch das Leben seiner Generation: "Die achtziger Jahre waren das langweiligste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Nicole sang von ein bisschen Frieden, Helmut Kohl nahm ein bisschen ab und wieder ein bisschen zu, Kaffee hieß plötzlich Cappucino und "Raider" "Twix". Aber sonst änderte sich nix..."

 

Irving, John. Die vierte Hand.

Der Held des Buches, ein amerikanischer Journalist, verliert durch einen makabren Unfall seine linke Hand. Die verschiedensten Menschen wollen ihm helfen. Am Ende der Geschichte erhält der Held mehr als eine neue Hand, er bekommt eine Seele. Dieses Buch ist eine Mischung aus Satire über den Journalismus und zärtlicher Liebesgeschichte.

 

Ich freue mich auf Ihren nächsten Besuch.

 

Ihre Bibliothekarin Eva Jung

 

Bibliothek Mölkau

Schulstraße 6, 04316 Leipzig-Mölkau, Tel.: 0341 / 6515119

 

Öffnungszeiten: Di. 10-12 und 13-18 Uhr

                             Fr. 10-12 und 13-17 Uhr        

 

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Der SV Mölkau 04 berichtet über die Spielansetzungen

 

Abt. Fußball

 

Sa., 27.04.02, 09.15 Uhr, Mölkau E - TuB Leipzig E,

10.30 Uhr Mölkau B - SG LVB B , 13.00 Uhr Mölkau II - Eiche Wachau II,

15.00 Uhr Mölkau I - SG LVB II

Mi., 01.05.02, 10.30 Uhr, Mölkau E - SG Lausen E

Sa., 04.05.02, 09.15 Uhr Mölkau D - Blau Weiß Leipzig II D

10.30 Uhr, Mölkau C - Lok Nordost C, 14.00 Uhr Mölkau Sen. - SG Taucha 99 Sen.

Sa., 11.05.02, 09.15 Uhr, Mölkau I - SV Südwest E, 13.00 Uhr Mölkau Sen. - FSV Tapfer 90 Sen., 15.00 Uhr Mölkau I - SG Mo-Go-No II

Sa., 25.05.02, Mazda Cup 2002, 09.00 Uhr E-Jugend, 12.45 Uhr, Vorführung Freiwillige Feuerwehr Mölkau, 14.00 Uhr C-Jugend 17.30 Uhr Freundschaftsspiel SV Mölkau 04 - FC Sachsen

So., 26.05.02, 9.00 Uhr D-Jugend, 12.45 Uhr Vorführung Verein Deutsche Schäferhunde - OG Mölkau, 14.00 Uhr B-Jugend

 

Abt. Tischtennis

 

Fr., 24.05.02, 19.00 Uhr Mölkau I - ASG Südwest I

 

Rolf Altwein

 

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Die Volkssolidarität informiert:

 

Veranstaltungstipps des Seniorentreffs für den 29.04. bis 24.05.2002

 

Donnerstag, 02.05.02, 14.30 Uhr, Geburtstagsfeier für die April-Geburtstagskinder

Und Gäste. Zur Unterhaltung spielt Herr Engelmann.

Mittwoch, 08.05.02, Fahrt nach Schlaitz zum Muldestausee (ausverkauft!)

Dienstag, 14.05.02, 14.30 Uhr, "Das Heimatfest in Mölkau" Kleiner Rückblick - große Vorschau. Es spricht Herr Korff vom Heimat- und Kulturverein Mölkau.

Mittwoch, 22.05.02, 14.30 Uhr, Bewegungstherapie, Anleitung: Frau Winkler

Donnerstag, 23.05.02, 14.30 Uhr, Eröffnung der Hobbyausstellung

 

Änderungen vorbehalten!

 

Aufruf!

 

Liebe Hobbykünstler von Mölkau,

 

in der Zeit vom 23.05. - 31.05.02 wird im Seniorentreff eine Hobbyausstellung gezeigt. Wir bitten Sie, eigene Exponate (z.B. Bastelarbeiten, Handarbeiten, Zeichnungen usw.) uns bis zum 15.05.02 für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Abgabe der Ausstellungsstücke ab sofort täglich von 11 bis 18 Uhr im Seniorentreff.

Außerdem ist beabsichtigt, sich einmal monatlich zum gemeinsamen Singen zu treffen. Interessenten melden sich im Seniorentreff. Die Öffnungszeiten sind dem vorangegangenem Absatz zu entnehmen.

 

Volkssolidarität Ortsgruppe Mölkau - Der Vorstand

 

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Sprechzeiten und Öffnungszeiten wichtiger Einrichtungen

 

 

Sprechzeit des Ortsvorstehers im ehem. Gemeindeamt: montags 16.30 - 19.00 Uhr

                                                           

Bürgeramt Engelsdorf, Außenstelle Mölkau,             ehem. Gemeindeamt,

Engelsdorfer Str. 88

Mo 9.00  – 18.00 Uhr, Mi 9.00 – 14.00 Uhr

 

Jugendclub Mölkau, ehem. Gemeindeamt, Engelsdorfer Str. 90

Mo - Do 12 - 20 Uhr, Fr 12 - 21 oder 22 Uhr, Sa nach individueller Festlegung!

 

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Die Leidenszeit hunderttausender Menschen darf nicht vergessen werden!

 

Am 12.12.2001 wurde anlässlich 10 Jahre UFZ- Umweltforschungszentrum Leipzig – Halle deutschlandweit die erste Gedenkstätte „Erinnern für die Zukunft“

für die Opfer von Zwangsarbeit während der NS- Zeit in der Stadt Leipzig in Anwesenheit ehemaliger Zwangsarbeiter und zahlreicher Ehrengäste eröffnet.

 

Während des NS-Regimes haben Leipziger Firmen, Behörden und andere öffentliche Einrichtungen  Häftlinge aus den KZ- Außenlagern Buchenwald, Ravensbrück und Auschwitz  neben den Dienstverpflichteten aus Frankreich, Kroatien, Polen oder der Ukraine zur Zwangsarbeit eingesetzt. Allein von den 22.000 Menschen, die in den Außenlagern des KZ –Buchenwald eingesetzt waren, arbeiten mehr als 8000 in den Werken der HASAG (Hugo Schneider AG) auf dem Gelände in der Permoserstraße, wo sich heute das Umweltforschungszentrum Leipzig - Halle und weitere Forschungseinrichtungen befinden. Sie waren jedoch nicht nur in Rüstungsbetrieben eingesetzt, sie mussten auch in den Stadtwerken, in der Landwirtschaft, als Briefträger aber auch in der Hauswirtschaft arbeiten. Die  HASAG war der ehemals größte Leipziger Rüstungsbetrieb. Die Einweihung der Gedenkstätte  mit dem Besuch ehemaliger Zwangsarbeiter bildete den Beginn und zugleich  einen erster Schritt zur Verwirklichung des Leipziger Programms „Ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Leipzig“. Mit diesem im Mai 2000 vom Stadtrat verabschiedeten Programm bekennt sich die Stadt Leipzig zur wissenschaftlichen und öffentlichen Aufarbeitung und ausdrücklich auch zu ihrer historischen Verantwortung gegenüber den in Leipzig eingesetzten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Dabei ist sich die Stadt bewusst, dass eine wirkliche Entschädigung für das erfahrene Leid nicht möglich ist. Die Stadt Leipzig kann und will aber einen symbolischen Beitrag leisten, der dazu dient, das Unrecht anzuerkennen und damit die Bemühungen um „moralische Gerechtigkeit“ zu unterstützen.

Darüber hinaus soll aber auch die heutige Einstellung der deutschen Bevölkerung zu diesem Kapitel ihrer Vergangenheit verdeutlicht, Misstrauen und Vorbehalte abgebaut und damit zur Versöhnung beitragen werden.

 

Der Oberbürgermeister, Wolfgang Tiefensee erinnerte in seinen Grußworten daran, dass Zehntausende von Männern und Frauen hier in Leipzig ihrer Menschenwürde beraubt und von der Kriegsmaschinerie der Nationalsozialisten ausgebeutet worden. Diese Menschen sind um ein großes Stück ihres Lebens betrogen, verschleppt und entrechtet worden. Es gibt nichts, was dieses Unrecht ungeschehen machen kann.

Um so wichtiger ist es daher, dass wir das Leid, das diesen Menschen zugefügt wurde, in aller Öffentlichkeit anerkennen.

Frau Charlotte Zeitschel, die Vorsitzende des Fördervereins „Dr. Margarete- Blank- Haus Panitzsch“ e.V. möchte wie in ihrem bewegenden Vortrag ausgeführt, an den persönlichen Schicksalen, die bis zur Vernichtung gingen, besonders unserer jungen Generation dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte näher bringen.

Bereits 1996 hat das Umweltforschungszentrum gemeinsam mit dem Förderverein „Margarete Blank- Haus Panitzsch e.V.“ einen Besuch ehemaliger Häftlingsfrauen, die während des 2. Weltkrieges für den Rüstungskonzern HASAG Zwangsarbeit bis zur Erschöpfung, viele bis zum Tod verrichten mussten, eingeladen. Zu diesem Zeitpunkt reifte der Gedanke bei den Organisatoren dieser ersten sehr bewegenden Begegnung, eine Gedenkstätte für die Opfer von Zwangsarbeit am  authentischen Ort auf dem ehemaligen Gelände der HASAG zu errichten.

Durch das Verlegen des Haupteinganges  im Jahr 2000, bot sich ein Um- und Erweiterungsbau für das ehemalige Pförtnerhaus mit separaten Zugang zu einer Dokumentations- Begegnungs- und Gedenkstätte an.

Zur Betreibung der Gedenkstätte hat sich der  Förderverein „Dr. Margarete- Blank-Haus Panitzsch“ e.V. zur Verfügung gestellt.

Das der Gedenkstätte zugrunde liegende inhaltliche, sehr umfangreiche Konzept u.a. zur Erforschung, Aufklärung und Dokumentation des Schicksals von Opfern der NS- Gewaltherrschaft aus der Stadt Leipzig und dem Leipziger Raum wurde erarbeitet.

 

Die sehr straff kalkulierten Gesamtkosten für den Bau der Gedenkstätte betrugen 105.000.-DM.

Dieser Betrag konnte dank der Spendenbereitschaft Leipziger Betriebe u.a. den Stadtwerken und den Kommunalen Wasserwerken der Stadt Leipzig, einiger Privatpersonen und der Belegschaft des Umweltforschungszentrums gesammelt werden.

 

In der Zeit von 8.12 bis 14.12.2001wurden ehemalige Zwangsarbeiter in die Stadt Leipzig eingeladen. Während des sehr anspruchsvollem Besuchsprogramms haben sie jene Orte aufgesucht, an denen sie vor mehr als einem halben Jahrhundert unfreiwillig leidvolle Jahre verbringen mussten. Sie waren zur Eröffnung der Gedenkstätte zurückgekommen in die Stadt ihrer einstigen Qualen, 11 Männer und Frauen aus der Ukraine, Polen Tschechien und Rußland. Ihnen wurde im Rahmen der Gedenkstätteneröffnung das Buch „Wir lebten zwischen Granaten und Gedichten“ von der ehemaligen Zwangsarbeiterin in der HASAG , Frau Dr. Felicja Karay überreicht. In diesem Buch wurde das grausame und brutale Verhalten der HASAG gegenüber den Zwangsarbeitern dokumentiert. Buchlesungen mit Frau Dr. Karay werden im Rahmen der Leipziger Buchmesse aber auch in der Gedenkstätte im Umweltforschungszentrum Leipzig – Halle in der Permoserstr. 15 stattfinden.

Den meisten der ehemaligen Zwangsarbeiter brachte diese Gedenkstätte ein wenig Trost, geblieben ist der Schmerz, der nicht vergehen will. Unvergesslich die Tränen des Schmerzes, der Erinnerung aber auch der Dankbarkeit, die in den alten und doch noch so jungen Augen unsere Gäste funkelten.

Pjotr Stefanowitzsch aus Rußland konnte nicht zur Eröffnung der Gedenkstätte kommen. In seinem Brief auf den Charlotte Zeitschel schreibt er: „Ich will noch einmal nach Leipzig kommen und möchte sehen, ob dort, wo wir litten, heute Kinder spielen und rote Rosen blühen. Denn es waren doch nicht alle Deutsche böse“.

Nicht nur am Tag der Eröffnung der ersten Gedenkstätte für die Opfer von Zwangsarbeit während des NS - Regimes in Deutschland blühten viele rote Rosen in unserer Stadt. Auch Rosen legten unsere lieben Gäste am Gedenkstein, welches sich an der Stelle befindet, wo die Außenlager standen, nieder.

Dieses Besuchsprogramm soll in den kommenden Jahren durch die Stadt Leipzig fortgeführt werden.

Die Gedenkstätte in der Permosertraße 15 ist von Dienstag bis Donnerstag in der Zeit von 10.00 – 16.00 Uhr geöffnet.

Sondertermine nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 0341/ 2352075 bzw. FAX 0341/ 23520376.

Liebe Mölkauer, falls Sie Materialien aus dieser Zeit zu diesem Thema besitzen oder sich an eine Begegnung mit Zwangsarbeitern erinnern, wenden Sie sich bitte direkt an die Gedenkstätte. Der Gedenkstein auf dem Bergfriedhof in Mölkau erinnert ebenso an das Leid dieser Menschen.

 

 

Dr. Christian Jonas

 


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