Mölkauer Gemeindeblatt Januar 2004


Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer,

für das gerade neu begonnene Jahr wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und Ihren Freunden einen guten Start, Gesundheit und die Erfüllung Ihrer ganz persönlichen Wünsche.

Bedanken möchte ich mich bei Ihnen für Ihr mir entgegengebrachtes Vertrauen, Ihre Vorschläge und Hinweise zur Gestaltung unseres Ortsteils. Ebenso danke ich für die zahlreich eingegangenen Wünsche zum Jahreswechsel.

Den Mitgliedern des Ortschaftsrates möchte ich an dieser Stelle meinen ganz besonderen Dank aussprechen, vor allem für ihre kontinuierliche Arbeit, welche auch übergreifend in den Parteien und Vereinen geleistet wird. Stellvertretend für den Verlag Linus Wittich KG bedanke ich mich bei Herrn Jauch für die angenehme Zusammenarbeit bei der Gestaltung unseres Ortsblattes und bei dem Referat Medien der Stadt Leipzig für die finanzielle Unterstützung desselben.

Dem Büro für Ratsangelegenheiten gilt mein Dank für die persönliche Unterstützung und fachliche Anleitung bei meiner Arbeit.

In unserer letzten Ortschaftsratssitzung des Jahres 2003 war der Ratssaal wieder einmal gut gefüllt. Kein Wunder - das angekündigte Thema "Rohrbrüche in der Albrechtshainer Straße" betraf nicht Wenige. Herr Dr. Schirmer, Geschäftsführer der Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH, hatte extra seinen Bereichsleiter Recht, Herrn Graupner, mitgebracht, welcher besonders zu versicherungsrechtlichen Fragen der Geschädigten Auskunft geben konnte, was in der Diskussion dankbar angenommen wurde. Zu Beginn der Diskussion erläuterte Herr Dr. Schirmer die geplante Sanierung der Transportwasserleitung in der Albrechtshainer Straße bis zum Sommer 2004. Um bis dahin weitere Rohrbrüche in der maroden Wasserleitung nach Möglichkeit zu verhindern, sei der Wasserdruck der Leitung bereits seit dem letzten Rohrbruch im November abgesenkt worden. Außerdem erfolgte eine Sperrung der Straße für den schweren Lkw-Verkehr. Nun bleibt zu hoffen, dass bis zur Sanierung keine weiteren Schäden eintreten. In unserer Februarsitzung wird dieses Thema erneut auf der Tagesordnung stehen, und wir erwarten einen Zwischenbericht.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Sanierung des Zweinaundorfer Teiches. Frau Schaaf vom Amt für Umweltschutz und Herr Kruse vom Ingenieurbüro Beier erläuterten die geplanten Maßnahmen, welche nicht zuletzt auch dem Hochwasserschutz der östlichen Rietzschke Rechnung tragen werden. Der Teich wird entschlammt, das Schilf wird zum größten Teil entfernt, was auch dem Erhalt des Fischbestandes dient, und der Einlauf in den Teich unterhalb der Albrechtshainer Straße soll wieder vollen Durchlauf erhalten. Ebenso soll die Uferböschung an der Gottschalkstraße neu gestaltet werden. Hierfür wurden viele ergänzende Vorschläge durch Herrn Schäffer und Mitglieder des Angel- und Fischervereins gegeben, welche in die weitere Planung einfließen werden. Baubeginn soll September/Oktober 2004 sein. Natürlich nur, wenn die entsprechenden Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Hier sei angemerkt, dass solche Maßnahmen - es gibt Beispiele aus anderen Stadtteilen - auch durch Sponsoren begleitet werden können. Näheres dazu erläutere ich Ihnen gern persönlich. Der Angel- und Fischerverein bemerkte an dieser Stelle, dass das Füttern von Enten und Fischen unterbleiben solle, da dadurch die Wasserqualität stark leide.

Unsere nächste Ortschaftsratssitzung findet am 13. Januar 2004 im Ratssaal, wie immer öffentlich, statt. Unter anderem wird Thema die Arbeit des Jugendklubs Mölkau sein. Sie sind herzlich eingeladen.

Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher


In eigener Sache!

Die Redaktionskommission empfiehlt, im fünften Jahr der Eingemeindung von Mölkau in die Stadt Leipzig für das Mölkauer "Gemeindeblatt" einen neuen Namen zu kreieren. Das Wort "Gemeinde" hat im Zusammenhang mit Mölkau seine Bedeutung verloren, obwohl wir natürlich von einer städtischen Entwicklung noch weit entfernt sind. Trotzdem wollen wir den alten Zopf abschneiden und einen neuen Namen suchen. In einer ersten Beratung wurden die Begriffe "Mölkauer Blickpunkte", "Mölkauer Informationen" oder "Mölkauer Informationsblatt" in die engere Wahl genommen.

Wir bitten aber auch unsere Leserinnen und Leser sich an der Suche nach einem neuen Namen zu beteiligen. Ihre Vorschläge schreiben Sie bitte auf und geben diese montags zwischen 16.30 Uhr und 19 Uhr zur Sprechzeit beim Ortsvorsteher ab oder stecken Sie diese in den Briefkasten im ehemaligen Gemeindeamt Mölkau. Sie können auch ein Fax an folgende Nummer senden: 6516 542. Wir danken Ihnen schon jetzt für Ihre Mitwirkung!

Ein schönes Beispiel eines "Blickpunktes" war die zur Weihnachtszeit in gleißendes Licht gesetzte Mölkauer Kirche.

Ortschaftsrat Mölkau


Die Mölkauer Bibliothek

Leider können wir noch keine neue Aussage zum weiteren Bestehen der Bibliothek treffen, wir müssen aber eine Korrektur eines Zeitungsartikels der LVZ von Anfang Dezember 2003 vornehmen. Bei der Übertragung des Textes (Inhalt der Ortschafts-ratsondersitzung zur Schließung der Mölkauer Bibliothek) ist es zu einem bedauerlichen Fehler gekommen. Frau Dr. Hildegard Wagenbreth (PDS) soll sich als Ortschaftsrätin der Stimme zur Schließung der Bibliothek enthalten haben. Das ist falsch, richtig muss es heißen, dass sie für ein Weiterbestehen der Bibliothek gestimmt hat.

Redaktionskommission des Ortschaftsrates


Große Lichtbildner des 20. Jahrhunderts: AUGUST SANDER (1876 - 1964)

50. Sonderausstellung im Kamera- und Fotomuseum Leipzig vom 3. Januar bis zum 14. März 2004

Als besonderen Höhepunkt zur Jubiläumsausstellung präsentiert das Kamera- und Fotomuseum Leipzig im Rahmen der Reihe "Große Lichtbildner des 20. Jahrhunderts" den legendären Fotoklassiker August Sander.

Dass der herausragende Vertreter der neusachlichen Fotografie schon zu Lebzeiten zu den bedeutendsten deutschen Fotografen gezählt wurde und sein Ruhm fortwirkt, beruht auf der Tatsache, dass seine Bilder zeitgeschichtliche Dokumente und bildkünstlerische Meisterwerke zugleich sind.

Sanders Intention war es, durch die Fotografie in absoluter Naturtreue die Wahrheit über sein Zeitalter zu sagen und sie seinen Mitmenschen und der Nachwelt zu überliefern. Die Ausstellung vermittelt einen repräsentativen Querschnitt seines Lebenswerkes, einer Portraitsammlung der "Menschen des 20. Jahrhunderts".

"Sander hat keine Menschen, sondern Typen photographiert. Menschen, die so sehr ihre Klasse, ihren Stand, ihre Kaste repräsentieren, dass das Individuum für die Gruppe genommen werden darf", schrieb über ihn 1930 Kurt Tucholski.

Die Ausstellung ist eine Leihgabe der Stiftung Moritzburg Halle. Die Auswahl der 70 Werke orientiert sich an einer Zusammenstellung, die August Sander 1929 unter den Titel "Antlitz der Zeit" selbst vorgenommen hat.

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 - 17 Uhr geöffnet.


Fotomuseum Mölkau sucht Mitarbeiter und bereitet Jubiläumsausstellung vor

Im Rahmen der "Aktion 55" sucht das Kamera- und Fotomuseum in Mölkau Mitarbeiter. Voraussetzung ist, dass Sie zwischen 55 und 60 Jahre alt und arbeitslos oder Rentner sind. Für stundenweise Arbeit erhalten Sie eine monatliche Aufwandsentschädigung von 77 Euro.

Interessenten für die "Aktion 55" können sich unter der Rufnummer (0341) 6515711 melden.

Ab 3. Januar 2004 präsentiert das Museum seine 50. Sonderausstellung und hält für die Jubiläumsausstellung einen besonderen Höhepunkt bereit! Im Rahmen der Reihe "Große Lichtbildner des 20. Jahrhunderts" werden Fotografien des legendären Fotoklassikers August Sander (1876 - 1964) gezeigt.

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 - 17 Uhr geöffnet.

Fotomuseum Mölkau


Mölkauer Straßennamen, heute: Rosenbaumstraße

Lage: südliche Verlängerung der Paunsdorfer Straße.

Vorbenennung: vor 1945 Saarstraße, von 1945 bis 2001 Rudolf-Breitscheid-Straße.

Erich Rosenbaum (* 10.7.1888 in Reichenbach/Vogtl., 2.3.1960 in Mölkau) besuchte das Lehrerseminar in Waldenburg/Sa., wurde 1923/24 mit seiner Familie in Zweinaundorf ansässig, wirkte bis 1945 als Lehrer an Leipziger Schulen, von 1945 bis 1948 als ehrenamtlicher im Stadtgeschichtlichen Museum zu Leipzig und von 1948 bis 1960 als Konservator in diesem Museum. Mit großer Liebe und Hingabe widmete er sich der Aufgabe, Konturen und Einzelheiten heimatlicher Geschichte den Zeitgenossen wie den Nachgeborenen zu vergegenwärtigen, zu interpretieren, im Schatz der Erinnerung festzumachen. Besonders eindrucksvoll hat Rosenbaum dies in dem 1937 erschienenen Mölkau - Zweinaundorfer Heimatbuch oder auch in zahlreichen im Mölkauer Kulturspiegel veröffentlichen Beiträgen getan.

Die Broschüre "Die Straßennamen der Ortschaften Mölkau und Zweinaundorf - Gegenwart und Geschichte - " ist in den bekannten Verkaufsstellen Buddelkiste Behrens, Engelsdorfer Straße 33 und Anita Nebe, Zweinaundorfer Straße 233 zum Preis von 2,50 erhältlich.

Heimat- und Kulturverein Mölkau


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