Mölkauer Gemeindeblatt Januar 2003

Liebe Mölkauerinnen, liebe Mölkauer

Für das Jahr 2003 möchte ich Ihnen auch im Namen des Ortschaftsrates alles Gute wünschen. Wir werden auch in diesem Jahr unsere Arbeit kontinuierlich fortsetzen; dabei an Bewährtem festhalten und auch neue Wege gehen.

Ich darf Ihnen mitteilen, daß unser Mölkauer "Gemeindeblatt" auch in diesem Jahr monatlich erscheinen wird. Dies gelingt Dank der Unterstützung des Referates Medien der Stadt Leipzig und der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Herausgeber, Verlag + Druck Linus Wittig KG. Durch veränderte Erscheinungstermine des Mölkauer "Gemeindeblattes" in diesem Jahr wird die Berichterstattung von den Ortschaftsratssitzungen jedoch nicht immer zeitnah möglich sein. Da aber alle Sitzungen öffentlich sein werden, haben Sie die Möglichkeit, alle Informationen sofort zu bekommen.

Die vor einem Jahr eingeführte "Leserecke" wurde leider fast nicht genutzt - schade! Schreiben Sie uns, geben Sie Hinweise, teilen Sie uns Ihren Ärger mit oder lassen sie uns und andere teilhaben an Dingen, die Ihnen Freude bereitet haben; oder vielleicht wollen Sie sich bei jemandem bedanken.

Auch in diesem Jahr werden wir gemeinsam mit der Volkssolidarität,/Seniorentreff Mölkau die Senioren (ab dem 90. Geburtstag) mit einem Blumengruß würdigen.

Der Ortschaftsrat hat sich in seiner ersten Sitzung am 14.01.2003 mit der Vorschau auf das Jahr und mit der Verwendung der Brauchtumsmittel für unseren Ortsteil beschäftigt. Ebenso stand der Haushalt 2003 der Stadt Leipzig auf der Tagesordnung.

Sicherlich ist Ihnen zwischenzeitlich bekannt, dass der Verkauf des Stadtgutes vollzogen wurde. Auch der Ortschaftsrat wurde im Vorfeld über die Vertragsinhalte zwischen der Stadt Leipzig und dem künftigen Besitzer informiert. Die Inhaltspunkte lassen mich optimistisch in die zukünftige Nutzung des Gutes durch den neuen Besitzer stimmen. Das Gut bleibt weiter für alle zugänglich, womit eines unserer Hauptanliegen erfüllt wird. Dem neuen Besitzer wünsche ich Erfolg bei seiner Arbeit und eine glückliche Hand bei der weiteren Ausgestaltung des Gutes. Ich werde ihn zu einer unserer nächsten Sitzungen einladen.

Unsere nächste Ortschaftsratssitzung findet am Dienstag, dem 11. Februar 2003, 19.00 Uhr statt. Diese ist - wie alle anderen - öffentlich, und ich möchte Sie dazu recht herzlich einladen. Die Tagesordnung wird im Schaukasten des ehemaligen Gemeindeamtes einige Tage im voraus bekanntgegeben.

Auch meine Sprechstunde findet unverändert montags von 16.30 bis 19.00 statt, außerhalb dieser Zeit steht Ihnen mein "Vertreter" - der Anrufbeantworter - unter der Telefon-Nummer: 03 41/6 51 65 06 zur Verfügung. Gern können wir auch einen Termin zu einem anderen Zeitpunkt vereinbaren.

Kommen Sie gesund über die auch über uns eingebrochene kalte Jahreszeit, bleiben Sie verschont von Wasser-, Frost- und anderen Schäden,

Ihr Volker Woitynek, Ortsvorsteher


In eigener Sache: Der Heimat- und Kulturverein Mölkau

In diesem Jahr begeht der Heimat- und Kulturverein Mölkau sein 10-jähriges Bestehen. Es dauert noch eine ganze Weile, aber am 2. Oktober 1993 wurde der Verein im Gasthof Zweinaundorf gegründet und das gibt Anlass zu feiern. Wenn man heute zurückblickt, so ist festzustellen, dass in den 10 Jahren sehr viel erreicht wurde. Nicht nur die Organisation und Durchführung der jährlichen Dorf- und Heimatfeste hat einen großen Teil der Arbeit ausgemacht, sondern auch solche Aktivitäten, wie den Nachdruck der Mölkauer Chronik von Emmerich/Rosenbaum "Mölkau - Zweinaundorf * Eine Heimatgeschichte" oder das Buch "Mölkau im 20. Jahrhundert" von Müller/Wagenbreth zu organisieren. Die nach der Eingemeindung von Mölkau in die Stadt Leipzig erforderlichen Straßenum-benennungen waren der Anlass, eine Broschüre "Die Straßennamen der Ortschaften Mölkau und Zweinaundorf - Gegenwart und Geschichte - ", Autoren R. Korff und G. Müller, zu veröffentlichen. Der Verein hat sich aber auch mit Probleme des Natur- und Umweltschutzes befasst. So konnte in den Jahren 1994/95 auf die Verantwortlichen der Sanierung des Gutes Mölkau Einfluss genommen werden und der Raubbau im Unterholz des Gutsparks gestoppt werden. Die Fragen des Denkmalschutzes werden ständig behandelt und durch Arbeitseinsätze u.a. auf dem unter Denkmalschutz stehenden Bergfriedhof positiv beeinflusst. So konnten bereits ab 1994 mit Hilfe der Gemeindeverwaltung der völlig verwilderte Friedhof in einen besseren Zustand versetzt werden. Allerdings fordert die Natur immer wieder ihr Recht und lässt das Areal zuwachsen. Mit jährlichen Aktivitäten des Heimat- und Kulturvereins Mölkau, der Kirchgemeinde Mölkau, mit Schülern und Bürgern von Mölkau wird versucht, dem Friedhof, auf dem keine Bestattungen mehr vorgenommen werden, ein würdiges Aussehen zu verleihen. Im Jahr 2001 wurde am Aufgang zum Friedhof eine Hinweistafel aufgestellt, die die wichtigsten Daten zum Inhalt hat. Für derartige Unternehmungen wird der Verein von Mölkauer Unternehmen und Bürgern unterstützt, wofür natürlich vom Vorstand stets der Dank ausgesprochen wurde. Im letzten Jahr wurden bei der Stadt Leipzig Erläuterungstafeln, sogenannte "Unterhänger" für zehn Mölkauer Straßennamen bestellt, diese werden von der Stadt Leipzig Anfang des Jahres angebracht. Erfreulicherweise haben sich die Nachkommen, aber auch andere Mölkauer Bürger für diese geschichtliche Aufgabe interessiert und haben die Unterhänger zum großen Teil selbst finanziert. Wie Herr Hille berichtet wurde die Tafel "Hermann-Löns-Straße" von einigen Anwohnern dieser Straße bezahlt. Solche Aktivitäten sind besonders hoch einzuschätzen und so hoffen wir, dass im Jahr 2003, in dem weitere zehn Straßennamen Erläuterungstexte erhalten sollen, sich unsere Bürger wieder an der Finanzierung beteiligen werden.

Eine große Aufgabe war die Nachfertigung der Gedenk- und Hinweistafeln, die Erich Rosenbaum im Jahr 1953 anfertigen ließ und gestiftet hat. Diese waren bis auf zwei der langen Zeit zum Opfer gefallen. Mölkauer Unternehmen und Bürger haben den Verein unterstützt und diese Tafeln in neuer Schönheit wiedererstehen lassen. Die Letzte, "Unterdorf Zweinaundorf" wurde zum Jahresende am Eingang des Unterdorfes, im Grundstück der Familie Geisler aufgestellt. Wir bedanken uns für die Zustimmung, dieses Schild dort zu installieren.

Im ehemaligen Gemeindeamt konnten wir ein Vereinsbüro mit Ausstellungsraum einrichten. Hier hat die Freiwillige Feuerwehr eine Ausstellung "100 Jahre FFw Mölkau" gezeigt und anlässlich des Tages des offenen Denkmals 2002 wurde vom Verein eine Fotodokumentation von fünf Mölkauer Denkmalen gezeigt.

Im zehnten Jahr unseres Bestehens wollen wir wieder eine Menge Aufgaben lösen. So werden wir uns weiter um den Bergfriedhof bemühen. Es sollen aber auch Aufgaben wie, "Wie weiter mit dem der Gasthof Mölkau", Schaffung neuer Hinweistafeln für wichtige Gebäude oder geschichtsträchtige Stellen im Ort sowie der Aufbau einer Dauerausstellung "Die Geschichte unsers Ortes" begonnen und gelöst werden.

Zu der geplanten Festveranstaltung werden die Mölkauerinnen und Mölkauer rechtzeitig informiert. Die nächste große Veranstaltung ist aber unser Heimatfest, das wir in diesem Jahr noch enger mit der Freiwilligen Feuerwehr Mölkau organisieren und durchführen.

Das sind anspruchsvolle Aufgeben, zu deren Lösung wir noch Mitstreiter suchen. Wer also Lust und Interesse für die Mitwirkung hat, der kann sich als Mitglied des Vereins eintragen lassen. Bitte wenden Sie sich an uns - hier unsere Adresse: Heimat- und Kulturverein Mölkau, Engelsdorfer Str. 88, 04316 Mölkau, Briefkasten in der Haupteingangstür des ehem. Gemeindeamtes.

Robert Korff, Vorsitzender


Der Dreck muß weg!

In einer der letzten Ortschaftsratsitzungen stand das Thema Ordnung und Sauberkeit in Mölkau auf der Tagesordnung, wobei insbesondere die Verunreinigung der Bushaltestelle "Am Gemeindeamt" zur Sprache kam. Der Jugendclub Mölkau wurde um Mithilfe gebeten, um gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen - die oftmals zu den Verursachern zählen - Ideen zu entwickeln, die diesem Ärgernis etwas entgegensetzen.

Endlich ist es nun soweit: Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 15 Jahren, die sich wöchentlich im Clubrat treffen, um dort anstehende Themen rund um ihren Club zu besprechen, erklärten die Gestaltung der Bushaltestelle zur Chefsache! Während der ersten Reinigung des Objekts kamen spontan zahlreiche Vorschläge zur Verschönerung zusammen: Die Mülleimer müssen größer sein und bunt, am besten selbstgebaut! Und wie wärs mit einer Lichterkette zu Weihnachten? Das Glasdach müßte auch mal geputzt werden!

Die Schülerinnen und Schüler wollen mit ihren Aktionen besonders an Gleichaltrige appellieren, die Straßen und Plätze Mölkaus sauber zu halten. Vor allem mit dem Hinweis, dass sich nicht nur alte Leute, sondern auch Kinder und Jugendliche durch Dreck gestört fühlen. Sie wollen zukünftig dieses kleine Stückchen des öffentlichen Raums fantasievoll und kreativ gestalten unter anderem auch, um illegalen Graffitisprayern zu demonstrieren: Dieser Platz gehört uns und ist für euch tabu! Zur Unterstützung bei der Realisierung der Gestaltungswünsche hat sich zum Beispiel Elfriede Lange mit ihrer Keramikwerkstatt bereit erklärt. Über weitere Anleitung durch handwerklich begabte MölkauerInnen würden sich die Schülerinnen und Schüler sehr freuen.

Alle Kinder und Jugendlichen, die sich an diesem Projekt beteiligen möchten, können jederzeit dazukommen. Eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit der TeilnehmerInnen mit Fotowänden, Videoclips und weiteren Zeitungsartikeln wird die Aktion begleiten. Das nächste Treffen findet statt am Freitag, dem 24. Januar 03 um 15.00 Uhr im Jugendclub.

Anja Hadler


Gerhard Trumler - "Hommage"

Eine lebendige Kunstgeschichte der Fotografie von Ansel Adams bis Edward Weston
Ausstellung im Kamera- und Fotomuseum Leipzig vom 25. Januar bis zum 6. April 2003

Gerhard Trumler, einst Fotograf von Bundeskanzler Bruno Kreisky und Staatspräsident Rudolf Kirchschläger, gilt heute als eine der herausragenden Fotografenpersönlichkeiten Österreichs. Der hochdekorierte und vielfach für sein Werk ausgezeichnete Künstler ist Autor von rund 100 Büchern, wovon zahlreiche die Auszeichnung "Schönstes Buch Österreichs" erhielten.

Man nannte ihn den "Steuermann, welcher der österreichischen Photographie die Richtung gewiesen hat und sie mit seinem Werk erfolgreich steuert."

Die Ausstellung "Hommage" ist eine Verbeugung des international anerkannten Meisters vor den berühmtesten Fotografen der Welt. Ob Ansel Adams, Brassai, Diane Arbus, August Sander oder Josef Sudek - Trumler führt einen spielerischen Dialog mit den Großmeistern seines Fachs, indem er kenntnisreich und witzig Ikonen der Fotografie variiert und nimmt den Betrachter mit auf einen Spaziergang durch die Kunstgeschichte der Fotografie.

Auch wer die entsprechenden Vorkenntnisse nicht besitzt, kommt auf den vollen Genuß, denn "Hommage" ist eine Schule des Sehens, die wie eine Klippe im Meer der täglichen Bilderflut Halt bietet und den Blick schärft für die wichtigen Dinge. Trumlers Bilder loten in die Tiefe, zeigen im Schein das Sein und verleiten den Betrachter zur Kontemplation.

Gleich zu Beginn des Jahres ist diese Ausstellung eines der wichtigsten Ereignisse im Kamera- und Fotomuseum 2003.

Das Kamera- und Fotomuseum in der Mölkauer Gottschalkstraße 9 ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 13 - 17 Uhr geöffnet.


Dank an Mölkauer Bürger

Der Ortschaftsrat und der Heimat- und Kulturverein Mölkau möchten den Bürgern der Hermann-Löns-Straße danken, die durch ihre Spende dazu beigetragen haben, dass im Januar an ihr Straßenschild eine Erläuterungstafel mit den wichtigsten Lebensdaten des Namensgebers angehängt werden kann.

Wer weiß schon noch, wer der Namensgeber Hermann Löns war, zumal diese Straße ihren Namen seit der Gründung der Siedlung bis heute behalten konnte.

Der besondere Dank gilt Frau Kirst, deren Idee es war, nicht nur zwei oder drei Anwohner an der Spendenaktion zu beteiligen, sondern durch eine Sammelaktion die alle Anwohner Straße anzusprechen und so den Gemeinsinn zu fördern. Mit diesem öffentlichen Dank hoffen wir auch zur Nachahmung anzuregen. Es gibt doch in unserem Ort noch mehr Straßennamen, deren Ursprung allgemein nicht bekannt ist. Im Mölkauer Straßennamen-Lexikon ist das zwar alles nachzulesen, aber das besitzt ja nun nicht jeder. Wer waren Rosenbaum, Scipio, Wagner, Lintacher, Kelbe und ... und ... und? Inzwischen hat sich die Aktion auch herumgesprochen und für die Feilotter-, Lintacher-, Rosenbaum- und Gutberletstraße sowie für den Kantor-Schmidt-Weg haben sich schon weitere Sponsoren gefunden. Zum einen wird das Geld von den Nachkommen der Namensgeber gespendet und zum anderen ganz einfach von einzelnen Bürgern, die Interesse an Mölkau haben. Sollten sich weitere Interessenten finden, die dafür sorgen wollen, dass der nötige Betrag von 54,29 pro Schild für folgende Straßen (Alexander-Alesius-Straße, August-Knauer-Straße, Karl-Friedrich-Straße und Sophie-Scholl-Straße) zusammen kommt, bitten wir Sie, sich montags von 16.30 - 19 Uhr während der Sprechstunde im ehemaligen Gemeindeamt an den Ortsvorsteher, Herrn Woitynek, zu wenden.

Organisiert wird alles Weitere dann dankenswerter Weise vom Heimat- und Kulturverein Mölkau, Herrn Korff, der natürlich auch angesprochen werden kann.

K.H.


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